lunedì 17 novembre 2014

Der Islam ist ein stehendes Gewässer


Warum ist der Islam ein stehendes Gewässer? Er ist ein stehendes Gewässer, eine Pfütze abgestandenen Wassers, er bewegt sich nie, er reinigt sich sie, er wird niemals fliessendes Wasser und erreicht niemals als solches das Meer. In der Tat, er verschmutzt schnell, und auch als Viehtränke ist er nicht zu gebrauchen. Das stehende Gewässer liebt das Leben nicht. Er liebt den Tod. Deshalb jubeln die Mütter der Selbstmordattentäter wenn ihre Kinder sterben und rufen „Allahu akbar“.

Der Westen ist hingegen ein Fluss. Flüsse sind lebendiges Wasser, kontinuierlich fliessendes Wasser, das sich beim Fliessen reinigt, sich erneuert, das anderes Wasser aufnimmt und das Meer erreicht. Keine Angst, wenn der Fluss manchmal  über die Ufer tritt. Keine Angst, wenn er manchmal Überschwemmungen verursacht. Der Fluss liebt das Leben. Er liebt es mit allem Guten und Bösen, das es enthält. Er nährt es, er schützt es, er erhöht es,  und deshalb weinen unsere Mütter, wenn ihre Kinder sterben. Deshalb suchen wir das Leben überall und finden es überall. Auch in den Wüsten, auch in den Steppen, auch ausserhalb der Stratosphäre, auf dem Mond, auf dem Mars. Und wenn wir es nicht gefunden haben, bringen wir es dorthin. Auf irgendeine Weise bringen wir es dorthin. Nein, wir können nicht darauf verzichten. Doch während ich das sage, fällt mir ein, dass mir dieser Gedanke nicht beim Betrachten der Fotos gekommen ist, die Marssonden zur Erde gefunkt haben. Er ist mir nicht gekommen, weil wir in der Lage sind, ins Weltall zu reisen, dort Leben zu suchen oder das Leben auf einen Planeten zu bringen, der, je nach Umlaufbahn, sechsundfünfzig oder vierhundert Millionen Kilometer von uns entfernt ist. Der Gedanke ist mir in der Silvesternacht 2004 gekommen, als ich im Fernsehen die vielen Leute auf dem Times Square in New York gesehen habe, die trotz Terrorwarnung gekommen waren, mit lächerlichen orangeroten Hütchen, mit orangeroten Ballons, darunter ein Jüngling, der ungeachtet der Möglichkeit eines erneuten Elften Septembers, sein Mädchen gefragt hat „Will you marry me?“, und die ihm geantwortet hat „Yes“, die Menschenmenge, die ungeachtet eines möglichen Attentates gerufen hat: „Halleluja, Halleluja, Many children“, was heissen sollte „Wir haben keine Angst“. 

Das habe ich auf dem Times Square gesehen, nicht auf dem  Trafalgar Square oder auf der Place de la Concorde oder auf der Plaza Mayor oder auf dem Alexanderplatz oder auf dem Heldenplatz usw. Nicht auf der Piazza San Pietro oder auf der Piazza San Marco oder der Piazza della Signoria oder der Piazza della Scala. Und um den Brand zu löschen reichen die Vereinigten Staaten nicht aus. Amerika ist stark, sehr stark, und sehr grosszügig. So stark und so grosszügig, dass es in den letzten siebzig Jahren zwei Brande gelöscht hat. Den des Nazifaschismus und den des Kommunismus. Aber diese beiden liessen sich mit Armeen bzw. mit militärischen Drohungen löschen, mit Kanonen, Panzern und Bomben. Dieser Brand jetzt nicht. Weil, ungeachtet der Blutbäder, die die Söhne Allahs seit über dreissig Jahren anrichten, der Krieg, den der Islam dem Westen erklärt hat, kein militärischer Krieg ist. Er ist ein Krieg der Kulturen. Ein Krieg, wie Tocqueville sagen würde, mit dem in erster Linie nicht unser Körper getroffen werden soll, sondern unsere Seele. Unsere Art zu leben, unsere Lebensphilosophie. Unsere Art zu denken, zu handeln, zu lieben. Unsere Freiheit. Lass dich nicht auf die falsche Fährte führen durch ihre Attentate. Es handelt sich nur um eine Strategie und weiter nichts. Die Terroristen, die Selbstmordattentäter bringen uns nicht um, weil es ihnen Spass macht. Sie bringen Leute um, damit wir uns unterwerfen, um uns einzuschüchtern, um uns zu ermüden, um uns zu unterjochen, um uns zu erpressen. Sie wollen nicht unsere Friedhofe füllen, nicht unsere Wolkenkratzer zerstören, unsere Eiffel-Türme, unseren schiefen Turm von Pisa, unseren David von Michelangelo. Sie wollen unsere Seele zerstören, unsere Ideen, unsere Gefühle, unsere Träume. Und aufs Neue den Westen unterjochen. Das wahre Gesicht des Westens ist nicht Amerika, es ist Europa. Obwohl Amerika eine Tochter Europas ist, die Erbin Europas, hat Amerika nicht die kulturelle Physiognomie Europas, nicht die kulturelle Vergangenheit Europas, nicht die kulturelle Identität Europas, nicht die kulturellen Züge Europas. Obwohl vom Westen geboren, bietet Amerika ein anderes Gesicht des Westens. Es ist nicht der Westen, aus dem Suleiman der Grossartige die Islamische Republik Europa machen wollte. Um den Brand zu löschen ist insbesondere Europa aufgerufen. Aber wie kann man auf Europa zählen, das schon Eurabia geworden ist? Ein Europa, das den Feind mit gezogenem Hut empfängt, ihn ernährt, und ihm sogar noch das Wahlrecht zu geben bereit ist? Wie kann man einem Europa vertrauen, das sich dem Feind verkauft hat und sich verkauft wie eine Hure, das seine Kinder islamisiert und verdummt und täuscht schon ab dem Kindergarten? Kurz und gut ein Europa, das nicht mehr in der Lage ist, zu denken?

 

Kommentar zu: Der Islam ist ein stehendes Gewässer

Ich greife einen Satz heraus: „Die Terroristen, die Selbstmordattentäter bringen uns nicht um, weil es ihnen Spass macht. Sie bringen Leute um, damit wir uns ihnen unterwerfen, um uns einzuschüchtern, um uns zu ermüden, um uns zu unterjochen, um uns zu erpressen.“ Genau das ist es, weshalb uns im Fernsehen fast täglich Enthauptungen vorgeführt werden. Sie sollen uns einschüchtern, sie sollen uns zeigen wie stark die islamischen Fundamentalisten, die ISIS, die Taliban, die Al-Qaida usw. sind. Diese Filmchen von Enthauptungen sind extra dazu gemacht, damit westlichen Medien sie verbreiten und für ihre barbarischen Autoren Propaganda machen. Ob diese Propaganda negativ oder positiv ausfällt, spielt keine Rolle, die Hauptsache man spricht von ihnen und ihren Gräueltaten.

ISIS steht für “Islamic State of Iraq and Syria”. Und dieser Staat soll nur der Anfang sein. Tatsächlich gehen ihre Ziele weiter – in Richtung „Islamic Republic of Europe“, in „Richtung Islamic Republic of Eurasia“. Ihr Ziel ist das Gleiche wie seinerzeit das von Suleiman dem Grossartigen: die Unterjochung Europas. Und ihr Ziel geht noch darüber hinaus. Sie haben der ganzen westlichen Welt den Krieg erklärt, wie seinerzeit der Kommunismus dem Kapitalismus den Krieg erklärt hat.

Nach einer Reihe von abgeschnittenen Köpfen haben sich endlich auch einige islamischen Glaubensgemeinschaften in Europa vom Tun der ISIS usw. distanziert: „Das ist nicht der wirkliche Islam, das ist nicht unser Islam. Wir schneiden keine Köpfe ab!“ sagen sie. Natürlich, wenn sie bei uns Köpfe abschneiden würden, sässen sie schon längst im Gefängnis. Oder auch nicht, wenn man an unsere Justiz denkt, die für Moslems stets mildernde Umstände bereit hält. Wahrscheinlich würde man die Kopfabschneider lediglich in die Psychiatrie einweisen und nach wenigen Jahren als geheilt entlassen.

Es scheint, dass die islamischen Fundamentalisten keinen grossen Unterschied zwischen Europäern und Amerikanern machen. Sie köpfen unterschiedslos, selbst Muslime, die nicht ihrer eigenen Fraktion angehören, werden geköpft oder in Massen erschossen. Hauptsache, die Bilder, die die Runde um die Welt machen, sind ekelerregend und schüchtern die Menschen ein. Dann flüchten die von ihnen bedrohten Bevölkerungen und sie können in aller Ruhe christliche Kirchen und Moscheen der Gegenfraktion in die Luft sprengen, sie können dann so hausen, wie man es vom Islam seit Jahrhunderten gewöhnt ist.

Sie wollen auch, dass die zu köpfenden Opfer vor ihrem Tode eine Erklärung abgeben, in der diese ihre Regierung flehend bitten, sich für sie bei den Terroristen einzusetzen. Das ist gemeinste Erpressung, denn die Terroristen erhoffen sich, dass die westlichen Regierungen nachgeben, Mitleid mit den ausgewählten Opfern haben und ein millionenschweres Lösegeld zahlen. Und auch dabei haben die islamischen Terroristen wieder die westlichen Medien auf ihrer Seite. Diese zeigen dann die weinenden Angehörigen der Opfer, wie sie ihre Regierung anflehen, doch etwas zu tun. „Etwas zu tun“ heisst in diesem Fall, mit den Terroristen kollaborieren und auf deren Forderungen eingehen. Hat denn  keiner mehr etwas Stolz auf sich selbst?

Der Westen will den Islamistischen Terrorismus bekämpfen. Seine Mittel sind die des klassischen Krieges: Panzer, Flugzeuge, Kriegsschiffe, Bomben. Damit kann man feindliche Truppen bekämpfen, die auf die gleiche Art Krieg führen. Sobald der Westen sich jedoch Guerillakämpfern und Terroristen gegenübersieht, die nicht mit klassischen Mitteln kämpfen, weiss er nicht weiter. Schon gar nicht weiss er, wie er feindliche Ideologien bekämpfen soll. Der sowjetische Kommunismus ist an der eigenen Ideologie gestorben, nicht wegen irgendwelchen Gegenmassnahmen des Westens. Er hat sich selbst zu Tode gewirtschaftet. Er musste nicht militärisch niedergerungen werden.

Die Evolution bestraft Stagnation, Stillstand mit Aussterben. Es besteht also die Hoffnung, dass der Islam wegen seiner Immobilität ausstirbt. Aber wann? Die kommunistische Sowjetunion hat es auf ein Alter von siebzig Jahren gebracht. Die Lebensdauer einer Kultur unterliegt keinen Naturgesetzen. Es gibt keine Halbwertzeit wie in der Physik. Und der Kommunismus war auch eher eine westliche Ideologie und nicht ganz so immobil wie islamische Fundamentalismus.

Muss man nun warten bis der Islam abgewirtschaftet hat? Der Islam ist, wie Oriana Fallaci gesagt hat, ein „Stehendes Gewässer“, eine Pfütze, ein verschmutztes Gewässer, das nicht in der Lage ist, sich zu erneuern. Ein Gewässer, das den Tod und nicht das Leben liebt. Stillstand und Rückschritt sind seine Merkmale. Dieser Stillstand wird den Mohammedanern von den Terroristen und ihren Handlangern als Rückbesinnung auf die Ursprünge, auf die ursprünglichen Werte verkauft. Manche Westler nennen diesen Rückschritt euphemistisch „Fundamentalismus“.

Dieser Fundamentalismus hat im Westen seine Fünfte Kolonne. Das sind die muslimischen Immigranten, geleitet und aufgehetzt von Imamen und Führern der islamischen Verbände, die an der europäischen Front den ideologischen Kampf gegen westliches Denken und westliche Kultur führen, die alles tun um eine Verwestlichung ihrer mehrheitlich analphabetischen Glaubensgenossen zu verhindern. Diese Fünfte Kolonne bedient sich unseres Toleranz-Prinzips um uns unter dem Schutz unserer Gesetze, welche Glaubensfreiheit garantieren, die intoleranten Prinzipien ihrer Religion aufzuzwingen.

Und unsere „toleranten“ Gutmenschen-Politiker fallen darauf rein. „Der Islam ist im Grunde eine Religion des Friedens“. Armes, blindes Europa! Man muss ihm zuliebe nur Weihnachten abschaffen, Kreuze aus unseren Schulen, Spitälern und Gerichtssälen entfernen, islamische Feiertage in unseren Kalender einführen, islamisches Eherecht akzeptieren, das die Frauen entmündigt, islamische korrekte Kleidung erlauben, Islamunterricht in unseren öffentlichen Schulen gestatten und was weiss ich noch alles machen, damit sie nicht wütend werden und uns Islamophobie und Rassismus vorwerfen.

Uwe Wienke, November 2014

Der Islam und die Linke


Wenn ich von der Rechten und von der Linken spreche, dann meine ich keine zwei sich gegenüberstehende verfeindete Lager, von denen das eine das Zeichen von Rückschritt, das andere von Fortschritt ist. Ich spreche von zwei Formationen, die wie zwei Fussballmannschaften um einen Pokal kämpfen, indem sie dem Ball der Macht hinterherrennen. Beide bilden einen homogenen  Block, eine einzige Mannschaft, die gegen sich selbst spielt. Die Rechte gibt es im Westen nicht mehr: die laizistische, aufgeklärte, liberale, zivile Rechte ist heute Geschichte. Die unanständige, reaktionäre, stumpfsinnige und feudale Rechte gibt es hingegen noch. Man findet sie im Islam. Es ist der Islam.

Warum ist die Linke auf Seiten des Islam? Mögliche Antworten:

Die Linke ist auf Seiten der Dritten Welt, antiamerikanisch und antizionistisch. Der Islam ebenso. Folglich sieht sie im Islam ihren natürlichen Verbündeten.

Oder: Mit dem Untergang der Sowjetunion und dem Aufkommen des Kapitalismus in China hat die Linke ihre Orientierungspunkte verloren. Deshalb klammert sie sich an den Islam wie an einen Rettungsring.

Oder: In Europa gibt kein echtes Proletariat mehr, und eine Linke ohne Proletariat ist wie ein Laden ohne Ware. Im islamischen Proletariat findet die Linke die Ware, die sie nicht mehr besitzt, bzw. ein Wählerreservoir, dessen Stimmen sie in Zukunft einzukassieren hofft.

 

Aus: “Die Kraft der Vernunft”  - Kapitel 11

Deutschland hat sich verkauft – ein Kommentar


Die Recomandation 1162 hat Erfolg gehabt.  Wenn ich die Artikel in der deutschen Version von Wikipedia lese, in denen von der Beziehung zwischen Islam und europäischer Kultur die Rede ist, hat man den Eindruck, dass Deutschland dasjenige europäische Land ist, das sich am meisten dem Islam verkauft hat und immer noch verkauft. In keiner anderen Wikipedia-Version werden die Verdienste und Wohltaten des Islam so stark herausgestrichen wie in der deutschen. Wahrscheinlich sind die betreffenden Artikel von den gleichdenkenden Kollegen des Herrn Reinhard Schulze vom Orientalischen Seminar der Universität Bonn verfasst und bearbeitet worden. Man gewinnt deshalb den Eindruck, dass in Deutschland das nazistische, proarabische Gedankengut der Frau Sigrid Hunke noch sehr lebendig ist („Fröhliche Urstände feiert“ kann man nicht sagen, denn es handelt sich nicht um eine Wiederauferstehung, sondern nur um die Wiederbelebung einer Strömung, die nie ganz versiegt ist).

Wenn ein Land wie Frankreich „besondere“ Beziehungen zu islamischen Ländern unterhält, weil diese früher einmal französische Kolonien waren, ist dies verständlich, und es ist ebenso verständlich, weshalb heute Frankreich einen grossen Prozentsatz muslimischer, meist nordafrikanischer Einwohner hat (In einer Umfrage von Le Monde des religions gaben 9 Prozent oder 6 Millionen Personen an, Muslime zu sein.). Aber Deutschland hatte keine Kolonien in islamischen Ländern. Gute Beziehungen bestanden jedoch seit Kemal Atatürks Zeiten zur Türkei und im Dritten Reich zu den Arabern, weil diese wie die Nazis verbissene Antisemiten waren. Ich nehme deshalb an, dass der betonte Philoislamismus den man in den genannten deutschen Wikipedia-Artikeln findet, ein Erbe der Nazizeit oder auf Karl May zurückzuführen ist (was dann auch die Vorliebe der Nazis für die Araber erklären könnte. Dieser Philoislamismus ist dann auch zu vermuten, wenn man sich  dem Vorwurf ausgesetzt sieht, „islamophob“ zu sein, sobald man den Islam kritisiert. Und er ist auch hinter dem Wohlwollen zu vermuten, das man in Deutschland den palästinensischen Arabern entgegenbringt. Und schliesslich ist  dieser Philoislamismus auch hinter (oder neben) dem deutschen Antisemitismus und Antiisraelismus zu vermuten. Philoislamismus und Antiisraelismus sind somit Geschwister und gehören beide dem Gedankengut der Sigrid Hunke an. Zur Erinnerung:

Sigrid Hunke ist (* 26. April 1913 in Kiel; † 15. Juni 1999 in Hamburg) war eine deutsche Religionswissenschaftlerin, Germanistin und Vertreterin eines unitarischen Neopaganismus, Religionswissenschaftlerin. Vor allem war sie eine richtig vedammte Nazistin. 1935, gerade zweiundzwanzig Jahre alt, schrieb sie eine Diplomarbeit, in welcher sie ausführte, dass die Reinigung der Rasse die vordringendste Aufgabe sei. Mit anderen Worten: die Juden seien auf Schnellste zu eliminieren. Als treue Erbin von Ludwig Ferdinand Clauss, dem wichtigsten nationalsozialistischen Historiker, bezeichnete sie in ihrer Doktorarbeit von 1937 Adolf Hitler als „das grösste Vorbild, welches die Geschichte Deutschland je geschenkt habe“. Am Anfang der 40er Jahre trat sie, zusammen mit ihrer Schwester dem „Germanischen Wissenschaftseinsatz“ bei, dem germanisch-wissenschaftlichen Dienst der SS. Ein von Himmler geschaffener und geleiteter Organismus zur Germanisierung Nordeuropas. Sie war hundertprozentige Nazistin in den Jahren als die palästinensischen und anderen Araber mit Hitler eine Allianz eingingen und als der Onkel Arafats, der Grossmufti von Jerusalem, die Parade der islamischen SS-Einheiten abnahm. Auch noch unmittelbar nach dem Weltkrieg, als viele Nazis in Nürnberg abgeurteilt, gehenkt oder zu langjährigen Haftstrafen verurteilt wurden, war sie noch eine stramme Nazistin, aber sie überstand das alles ohne einen einzigen Kratzer davonzutragen. Und sie war es auch noch 1960 als sie das Buch „Die Sonne Allahs über dem Westen“ schrieb, ein Buch, in welchem sie, mit dem Ziel Europa seine jüdisch-christlichen Wurzeln auszureissen, sämtliche Thesen des Dritten Reiches entstaubte, eingeschlossen jene von der Nützlichkeit, sich mit den Arabern zu verbinden um den britannischen Imperialismus zu bekämpfen. (Damals nannte sich der „Antiamerikanismus“ „Antibritannismus“). Schliesslich war sie es auch noch 1967 als sie Kurt Georg Kiesinger auf eine Tour in die arabischen Länder schickte, um Vorträge in Aleppo, Algier, Tunis, Tripolis und Kairo zu halten, wo sie der höchste Gerichtshof für islamisches Recht zum Ehrenmitglied ernannte. Und natürlich war sie es noch 1990, neun Jahre vor ihrem Tod, als sie für einen islamischen Verlag ihr letztes Buch „Allah ist ganz anders“ schrieb.

Uwe Wienke, Oktober 2014

Der Islam ein Vorbild für Europa


In diesen hundertfünfundachtzig Seiten sehe ich nur einen einzigen Helden: den Norweger Abgeordneten Hallgrim Berg, der am darauffolgenden fünften September an der Vollversammlung in Strassburg, die gerade dabei war, den Tagungsbericht abzusegnen, um das Wort bat, und den, wie ich hoffe unbewussten, Jüngern der Sigrid Hunke, eine Abreibung zu versetzen. „Meine Herren“, sagte er, „Wir sind dabei uns etwas vorzumachen. Dieser Bericht ist kein Rückblick auf die islamische Kultur und ist nicht so unschuldig wie er daherkommt. Er ist es vor allem deshalb nicht, weil er kein Wort über die verabscheuungswürdige Behandlung verliert, welcher die Frauen in der islamischen Kultur ausgesetzt sind. Diese Tatsache wird von euch völlig übergangen, völlig verschwiegen unter dem Vorwand, dass der Westen über den Islam immer einen Haufen Lügen verbreitet habe. Und ich werde niemals einen Bericht akzeptieren, der, anstatt Stellung zu dem Drama der muslimischen Frauen zu nehmen, diese verschweigt. Ich werde nie einem Bericht zustimmen, der, anstatt das Thema der Menschenrechte im Islam aufzugreifen, diesem ausweicht und, obwohl er die Menschenrechte erwähnt, nicht deren Beachtung im Islam fordert. Ein Bericht, der im Übrigen die Wahrheit über das Palästinenserproblem verschweigt, sowie die Ausbreitung des islamischen Fundamentalismus und der die negativen Seiten des Islam ausklammert. Dialog Euro-Arabien? Der Eure ist kein Dialog. Es ist ein Monolog, in welchem im Namen des liberalen Denken, und der intellektuellen Grosszügigkeit, die Dinge einseitig dargestellt werden. Und das ist alles. Aber das liberale Denken und die  intellektuelle Grosszügigkeit funktionieren nicht, wenn sie nur auf der einen Seite zu finden sind. Ihr fordert zum Beispiel, dass alle diejenigen Schultexte aus dem Verkehr gezogen werden, in denen nicht von dem Beitrag die Rede ist, den der Islam zur kulturellen Entwicklung Europas geleistet hat. Und was machen die anderen? Haben wir vielleicht irgendeinen Grund anzunehmen, dass die andere Seite das Gleiche macht, d.h. in den islamischen Ländern den immensen Beitrag erklärt, welchen das Christentum und das westliche Denken überall in der Welt zur Entwicklung beigetragen haben? Ihr verlangt, dass wir in unser Unterrichtssystem, in unseren Universitäten, und speziell in den Rechtswissenschaften das islamische Recht lehren. Und was macht die andere Seite? Haben wir vielleicht irgendeinen Grund anzunehmen, dass sie nun unsere Gesetze und unsere Denkansätze in ihr Jurastudium aufnehmen wird? Meine Herren, Ihr Bericht ist kein kulturelles Dokument. Es ist ein politisches Dokument, dass nur dazu dient, die Interessen des Islam in Europa zu stützen. Im Namen der Demokratie beantrage ich, den Bericht zu überarbeiten, zu diskutieren und zu korrigieren ….“. Aber dieser Antrag ging ins Leere. „Herr Berg, Sie müssen zugeben, dass wir Ihnen sehr entgegengekommen sind. Wir hatten Ihnen fünf Minuten zugebilligt und diese fünf Minuten sind schon lange vorbei“, schaltete sich  an diesem Punkt der Präsident der Versammlung ein. Dann liess er über den Antrag Bergs abstimmen. Dieser wurde einstimmig abgelehnt und ebenso einstimmig wurde der Bericht gutgeheissen. Aus ihm wurde die “Recomandation 1162 sur la Contribution Islamique à la Culture Européenne”, eine Posse, die noch tolerantere Normen in Sachen Immigration vorschlug, dazu einlud, alle Lehrtexte zu überarbeiten oder entfernen, die nicht in gehörig ehrerbietiger Weise den Islam behandeln. Lud ausserdem dazu ein, das Koranstudium in das Jurastudium zu integrieren sowie in die Fächer Theologie, Philosophie und Geschichte. Nicht von ungefähr hing Herr Berg die Politik dann an den Nagel. Er verliess Strassburg und kehrte in seine norwegische Heimat zurück und drohte jeden von den Klippen ins Meer zu werden, der ihn an Mohammed und das Europäische Parlament erinnern würde. Er zog sich in einen Wald über dem Fjord von Nordkinnhalvaya zurück. Aber nicht einmal dort fand er Ruhe, der Ärmste.  Denn genau in seinem Norwegen, wurde ein paar Jahre später ein Film mit dem Titel „The Thirteenth Warrior“ (Der Dreizehnte Krieger) gedreht, eine Art mittelalterlicher Saga, die, finanziert von den „Politically Correct“, einen Helden hat, der von einem andalusischen Schauspieler gespielt wird, der vorher schon in der Rolle des jungen Sozialisten Mussolini im Kino zu sehen war: Antonio Banderas. Und wisst ihr wer der dreizehnte Krieger war? Ein wunderschöner, äusserst milder und barmherziger und natürlich sehr frommer Muslim, den es in Begleitung seines nicht weniger perfekten Erziehers (Omar Sharif) in die Fjorde von Nordkinnhalvaya verschlägt. Dort begegnet er zwölf etwas einfältigen und ungebildeten Blondlingen, also ungläubigen Hunden, die, um sich von  einem noch barbarischeren Feind zu befreien, auf seine islamische Tapferkeit angewiesen sind. Und aus reiner Seelengrösse, eine Grösse, die natürlich seinen islamischen Tugenden entspringt, schliesst er sich ihnen an. Zusammen mit den zwölf Blondlingen befreit er das Dorf, stiftet Frieden und Kultur, dann steigt er wieder zu Pferde. Er trifft Omar Sharif wieder, der als muslimischer Pazifist betend in einer Höhle geblieben war. Er nimmt eine norwegische Schönheit mit sich, dazu bestimmt, seine erste Ehefrau von vieren zu werden, und reitet der Sonne entgegen. Der Sonne Allahs, die den Westen erleuchtet. Dem Leuchtturm  der Welt.

Ich weiss nicht, ob Herr Berg sich je vom Trauma des „Dreizehnten Kriegers“, der in  Nordkinnhalvaya gelandet war, erholt hat. Auf jeden Fall weiss ich, dass bei den folgenden Tagungen die Einladung der „Recomandation 1162“ auf die Gebiete der Philologie, der Sprachwissenschaften, der Wirtschaftswissenschaft, der Landwirtschaft und der politischen Wissenschaften ausgedehnt wurde, und sogar auch die technischen Fächer. Der Ruf nach Schaffung von euro-arabischen Universitäten in allen Ländern Europas, nach mehr islamischen Büchern, Zeitschriften, Radio- und Fernsehsendungen wurde verstärkt „um den Schlechtinformierten die Augen zu öffnen“. Und das Ergebnis kann man täglich sehen. Im letzten Sommer veröffentlichte eine römische Tageszeitung einen Bericht über die Einweihung der Moschee von Granada. Mehr als ein Bericht war es eine Lobhudelei à la Sigrid Hunke, in der begrüsst wurde, dass nach fünfhundert Jahren die Andalusier endlich wieder die Stimme eines Muezzin hören konnten. Man erinnerte daran, dass im Jahre 1492 die Königin Isabella von Kastilien nicht nur die Riconquista abgeschlossen hat, d.h. die Mauren aus Spanien gejagt hat, sondern auch die Reise finanziert hat, die Christoph Kolumbus nach Indien bringen sollte. Die Lobhudelei schloss mit folgenden Worten: „Die Reise gelang, aber er entdeckte dabei auch Amerika. Und jetzt leben wir in einer Welt, die immer noch unter dem Erfolg der beiden Unternehmungen leidet“.  

Aus: “Die Kraft der Vernunft”  - Kapitel 7

Die Popovs Allahs


Zu Zeiten der Sowjetunion gab es Popov. Niemand wusste, wer dieser Popov gewesen sein könnte. In welcher Zeit und in welcher Gegend er gelebt haben und welche Zeugen seiner Existenz er hinterlassen haben könnte. Man wusste nicht einmal ob Popov sein Vorname oder sein Nachname oder sein Spitzname gewesen sei. Noch schlimmer, nur eine pure Erfindung. Die Sowjets  und die italienischen Kommunisten  behaupteten jedoch, dass dieser Popov alles erfunden habe: die Eisenbahn, das Telefon, den Reissverschluss, das Fahrrad, die Nähmaschine, die Mähmaschine, die Geige, die Makkaroni, die Pizza. Kurz und gut, lauter Sachen, von denen wir glaubten, dass wir sie erfunden hätten. Nun, bei den unkritischen Jüngern der Sigrid Hunke geschieht das Gleiche. Der einzige Unterschied ist der, das ihre Popovs Mohammed, Achmed, Mustafa oder Raschid heissen. Und sie gehören nicht der Sowjetunion an und sollen nicht die Überlegenheit des Kommunismus beweisen. Sie gehören der älteren Vergangenheit des Islam an und sollen dessen Überlegenheit beweisen. Hier einige Beispiele. Ich glaubte, dass schon die alten Römer das Sorbet kannten und es mithilfe des Schnees zubereiteten, den sie von Bergen holten und in kühlen Kellern aufbewahrten. Frau Margarita López Gómez der Fundación Occidental de la Cultura Islámica in Madrid hat mir jedoch erklärt, dass der Erfinder einer der Popovs Allahs gewesen sei, und dass im heissen Mesopotamien sich der Schnee besser konservieren lässt als in unseren Kühlschränken und dass unser Wort „Sorbet“ von arabisch “sharab” kommt.

(Anm. d. R.: Man lese dazu den Artikel „Sorbet“ in der deutschen Version von Wikipedia und vergleiche ihn mit dem Artikel „Sorbetto“ in der italienischen Version. Die deutsche Version reflektiert ausschliesslich die Meinung der islamfreundlichen Speichellecker. Die alten Römer hat man völlig unter den Tisch fallen lassen. In der italienischen Version liest man zum Beispiel, dass das arabische Wort “sherbet” indoeuropäische Wurzeln haben könnte)

Ich hatte bisher auch geglaubt, das Papier hätten die Chinesen erfunden. Um genau zu sein, ein gewisser Tai-lun habe es erstmalig im Jahr 105 n.Chr. (also 500 Jahre vor Mohammed) aus Maulbeerbaum- und Bambusfasern hergestellt. Frau López Gómez hingegen behauptet, dass das Papier von Moslems in Damaskus und in Bagdad erfunden worden sei und dass deren Abkömmlinge es in Cordoba und Granada verbreitet hätten. (die natürlich die herrlichsten und kultiviertesten Städte warewn, die die Welt je gesehen hat. Im Vergleich mit diesen Städten erscheinen das Athen des Perikles und das Rom des Augustus als schmuddelige Dörfer). Und ich glaubte auch, dass es Hippokrates war, der mit der Erforschung des Blutkreislaufes begann. Er war es jedoch nicht. Hört man jedoch die genannte Frau López Gómez, so war es ein gewisser Ibn Sina, d.h. Avicenna. Und das  ist nicht alles. Glaubt man dem Professor Sherif Mardin der Washington University (einer der zwei Amerikaner mit koranischem Namen und ein bekannter Leugner gesicherter Tatsachen), dann haben wir den islamischen Popovs sogar die Artischocken zu verdanken, einschliesslich der „carciofi alla giudia“, der Artischocken, die böswillige Leute wie ich, den jüdischen Küche zuschreiben. Und ausser den Artischocken verdanken wir dem Islam auch den Spinat, die Orangen, die Zitronen, die Hirse und die Baumwolle. Wirklich seltsam, in der Schule habe ich gelernt, dass die alten Römer Baumwolle aus dem Ägypten der Pharaonen einführten und dass sie daraus Kleider, Togen und Bettlaken machten und, wenn ich nicht irre, machten das auch die alten Griechen.

Der Professor Mardin beschränkt sich nicht nur aufs Gemüse. Er behauptet, dass wir auch den „Dolce Stil Nuovo“ der islamischen Kultur verdanken, die poetische Richtung , die, wie alle wissen, im 13. Jahrhundert von Guido Guinizelli in Bologna begründet wurde und ihre Blüte dann in der Toskana erlebte, insbesondere in Florenz mit Dante Alighieri, Guido Cavalcanti und Lapo Gianni. Denn es seien die Muslime der Kreuzfahrerzeit gewesen, so sagt er, die als Erste die Liebe, die höfische Art und das Rittertum besangen. Sie seien es gewesen, die als Erste in der Frau ein Quelle der Inspiration sahen, ein mystisches Instrument geistiger Erhebung. Und der Professor Louis Baeck von der Universität Leuwen in Belgien, ist ähnlicher oder gleicher Meinung. Dieser behauptet doch tatsächlich, dass der Beitrag des Islam zur europäischen Kultur auch die Wirtschaftswissenschaften betrifft. Denn der Vater der Wirtschaftswissenschaft sei nicht etwa Adam Smith, sondern Mohammed. Auch wenn der Koran dem Thema nur wenige Suren widmet, in den religiösen Vorschriften des Propheten fänden sich alle Ideen Adam Smiths zusammengefasst. Der Professor Reinhard Schulze des Orientseminars Bonn gibt dem Islam auch die Vaterschaft der Aufklärung. Schluss mit der Auffassung, dem Westen gebühre das Verdienst der Aufklärung, heult er. Schluss mit der Auffassung, das Europa des 18. Jahrhunderts sei ein Vulkan intellektuellen Lebens gewesen und der Islam ein Abgrund der Unwissenheit und des Verfalls. Schluss mit der Zuweisung der Verdienste an die Voltaires, an die Rousseaus, an die Diderots, an die Enzyklopädisten. Dann verrät er den Namen seines Popovs. Er heisst Abdalghani Al-Nabulosi und war Historiker in Damaskus, wo er schon 1730 das schrieb, was Voltaire dreiundvierzig Jahre später in seinem „Précis sur le Procés du Monsieur Comte de Morangies contre la Famille Verron” schreiben sollte, nämlich, dass man die Rolle der Religion in der Gesellschaft neu definieren müsse.

Ein kleiner Brief, “Herr Schulze, halten Sie Ihren Mund. Und überlassen sie gewisse Theorien ihrer verstorbenen Landsmännin Frau Hunke. Wir wissen bestens, das in der weiter zurückliegenden Vergangenheit es auch im Islam intelligente und ausserordentliche Persönlichkeiten gab. Intelligenz hat keine Grenzen und es gelingt ihr immer wieder die Mauern der institutionalisierten Idiotie zu durchbrechen. Es ist deshalb durchaus möglich, dass Ihr Popov ganz allein in Damaskus auf irgendeine Idee der Enzyklopädisten gekommen ist, möglicherweise beim Lesen Isaac Newtons, der zu diesem Thema schon zwei oder drei Traktate geschichtlichen und theologischen Inhalts veröffentlicht hatte. Aber abgesehen von der Tatsache, dass eine Schwalbe noch keinen Frühling macht, hat der Islam noch immer seine intelligenten Persönlichkeiten verfolgt und zum Schweigen gebracht. Denken Sie an Averroës (1126-1198), der wegen seiner Unterscheidung von Glauben und Vernunft von den Kalifen der Heterodoxie angeklagt wurde, fliehen musste, eingekerkert wurde wie ein Verbrecher, dann unter Hausarrest gestellt und derartig gedemütigt worden ist, dass er, als man ihn rehabilitiert hatte, lebensmüde geworden war und innerhalb von wenigen Monaten starb. (Nicht von ungefähr  sagte Ernest Renan 1883, in einem seiner berühmten Vorträge an der Sorbonne: die Verdienste des Averroës dem Islam anzurechnen, sei etwa das gleiche wie die Verdienste Galileis der Inquisition zuzuschreiben). Herr Schulze, wenn es ein Jahrhundert gab, in welchem der Islam nichts anderes als Trägheit und Niedergang zu bieten hatte, so war das genau das 18. Jahrhundert. Und wenn es eine Denkrichtung gab, mit der der Islam nun absolut nichts zu tun hat, dann ist es die Aufklärung. Und wissen Sie warum? Weil es genau so ist wie vor zweihundertfünfundvierzig Jahren Diderot an Madame Volland schrieb: „Der Islam ist der Feind der Vernunft“. Und wenn ihre muslimischen Freunde nicht ein Bisschen ihr Gehirn öffnen, und den Koran und der Theokratie nicht einer gehörigen Säuberung unterziehen, wird kein Eurabien das Gegenteil demonstrieren können“.

Und was die Italiener betrifft, die an dieser Tagung sich durch ihre Ehrerbietigkeit gegenüber dem Islam ausgezeichnet haben, mein Gott!. Einer von ihnen war damals Vizegeneralsekretär des Europarates. Ein anderer war von den Linksdemokraten und stand damals der Kommission „Jugend, Kultur, Sport und Medien“ des Europäischen Parlamentes vor. Der dritte war Inhaber des Lehrstuhls für Islamische Studien an der Universität Neapel. Und wenn ich mir ihre Vorträge durchlese wird mir geradezu schlecht, mehr als Bestürzung fühle ich Verwirrung und Schmerz. Geblendet von dem Leuchtturm Allahs, findet der Erste einen Popov der neapolitanischen Schlager, in „O Sole mio“ und in “Funiculì-Funiculà”. Die neapolitanischen Schlager, die wir singen, könnten von nordafrikanischen Strassenmusikern stammen. Und das Gleiche lässt sich auch von vielen sizilianischen und spanischen Liedern sagen, heisst es im Text, den ich vor mir habe. Und von der Huldigung der arabischen Musik geht er zur Gastronomie über. Es teilt uns mit, dass viele sizilianische, spanische, bulgarische, griechische und jugoslawische Gerichte (lauter Länder, die am meisten unter dem islamischen Kolonialismus zu leiden hatten) der Küche des Ottomanischen Imperiums entstammen. Von der Huldigung der Gastronomie kommt er zur Theologie und, in völliger Missachtung des Werks “De unitate intellectus contra Averroistas”, belehrt er uns, dass der heilige Thomas von Aquin aufs Tiefste von der Schule Averroës‘  beeinflusst worden sei. Der Zweite kanzelt hingegen Giambattista Vico ab, indem er behauptet, dass dessen Theorie “der Zyklen in der Geschichte“ (Corsi e ricorsi) schon dreissig Jahre früher von einem islamischen Popov namens Ibn Khaldun formuliert worden sei. Auch Marco Polo setzt er kräftig herab. Er macht uns glauben, dass die “Chroniken” des Reisenden Ibn Battuta viel interessanter seien als Marco Polos “Il Milione”. Auch Giordano Bruno wird zusammengestaucht. Er wirft uns vor, seinen Tod auf dem Scheiterhaufen zu beklagen, und nicht das gleichen Martyrium des Arabers Al-Hallaj. Schliesslich definiert er den Islam als „eine der ausserordentlichsten politischen und moralischsten Kräfte der heutigen Welt“ (nicht der Welt von gestern, der von heute). Er erläutert uns, dass die europäische Kultur, weit davon entfernt eine eigene Identität zu besitzen, ein Gemisch von Kulturen sei, zu denen man auch die islamische rechnen müsse. Er beglückwünscht sich zur „Integration, die dabei ist, unseren Kontinent zu veredeln” und er wünscht sich, dass Multikulti uns mit neuem Blut erfülle …… Der Dritte, ach, nimmt sich Sizilien vor. Damit will ich sagen, dass er die Glorie Andalusiens auf Sizilien ausdehnt, das für drei Jahrhunderte von den wahren Erfindern von “O sole mio” und “Funiculì-funiculà” unterjocht wurde. Die Tatsache, dass die Sizilianer für fast ein Jahrhundert sich wie Löwen gegen deren Vordringen gewehrt haben, übergeht er mit Stillschweigen. Dagegen spricht er auch im Fall Siziliens von einem Goldenen Zeitalter, von einer Epoche , die so glücklich war, dass man den Eindruck hat, dass für ihn eine neue Invasion der Söhne Allahs das grösste Glück der Welt wäre, und anstatt diese zu bedauern müsse man ihr dankbar sein. „Shukran, Brüder, Shukran! Danke, dass ihr gekommen seid um uns erneut ein bisschen Kultur zu bringen“. Um undankbare Geschöpfe wie mich besser zu überzeugen, behauptet er frech, in Sizilien hätten die Menschen darum gebeten, zum Islam konvertieren zu dürfen – nicht um jene Rechte zu erwerben, die den ungläubigen Hunden vorenthalten waren, sondern weil sie diesen Popovs tiefe Bewunderung entgegenbrachten. Das Gleiche hätten die Normannen gefühlt, nach dem sie sie vertrieben haben. Und es spricht für sich, dass die belgischen und französischen Teilnehmer diese Dankbaren um viele Längen noch übertreffen. In seiner leidenschaftlichen Lobpreisung, zum Beispiel, hat sich der Professor  Edgar Pisani, Direktor des Institut du Monde Arabe in Paris, die Jakobiner vorgenommen, denen er vorwirft, an einem bestimmten Punkt der Französischen Revolution mit der katholischen Kirche verhandelt zu haben und nicht mit dem Islam.

Aus: “Die Kraft der Vernunft”  - Kapitel 7

 

Wir verdanken unsere Kultur dem Islam


Ja, wir haben sie ihnen verkauft (unsere Werte, unsere Identität usw.). Und zwar seit dreissig Jahren verkaufen wir sie ihnen und wir verkaufen sie ihnen immer noch. Wir verkaufen sie ihnen durch die ängstlichen und unfähigen Regierungen, die ein doppeltes Spiel spielen und die ihr Mäntelchen immer nach dem Wind hängen. Wir verkaufen sie ihnen durch die Opposition, die ihre laizistische und mehr oder weniger revolutionäre Tradition verrät und verleugnet. Wir verkaufen sie ihnen durch unsere sogenannten Justizbehörden, d.h. durch unsere aufgeblasenen und publizitätssüchtigen Richter und Staatsanwälte. Wir verkaufen sie ihnen durch unsere Zeitungen und Fernsehsendungen, die, weil es ihnen nützt oder aus purer Feigheit, ihren „politisch korrektem“ Blödsinn verbreiten. Wir verkaufen sie ihnen durch die katholische Kirche [Anm.d.R.: anstelle von katholisch kann man in Deutschland einfach „kirchlich sagen], die auf der Basis ihrer Bigotterie, ihres Gutmenschentums, ihres Selbstbemitleidung eine ganze Industrie aufgebaut hat. Denn es sind die katholischen Vereine, die die stattlichen Hilfen für Immigranten verwalten. Denn es sind die katholischen Vereine, die sich der Abschiebung von Leuten widersetzen, die mit Sprengstoffen oder Drogen in der Tasche erwischt wurden und ausgewiesen werden sollen. Denn es sind die katholischen Vereine, die den Immigranten politisches Asyl verschaffen. Eine neue Methode der Invasion (Frage: Gewährte man früher nicht politisches Asyl nur an politisch Verfolgte?). Wir verkaufen sie ihnen durch unsere Professörchen der akademischen Welt, den Historikern oder vermeintlichen Historikern, den Philosophen oder vermeintlichen Philosophen, den Gelehrten oder vermeintlichen Gelehrten, die seit dreissig Jahren unsere Kultur herabsetzen, nur um die Überlegenheit des Islam zu zeigen. Aber vor allem verkaufen wir sie ihnen durch unsere Krämer des Finanzclubs, der sich heute „Europäische Union“ nennt und der früher EWG hiess. Denn, zusammen mit dem Tausch von menschlicher Ware und Erdöl, “du gibst mir Erdöl und ich nehme arabische Immigranten auf“, leistet die Resolution von Strassburg einer weiteren Forderung Vorschub, erinnerst du dich? Die Forderung, „den Beitrag der arabischen Kultur zur Entwicklung Europas ins rechte Licht zu setzen“. Und zusammen mit Rechten, die den „Rechten der Staatsbürger“ entsprechen müssen, legte die Kairoer Konferenz eine weitere Forderung fest: erinnerst du dich? Zu den Rechten der muslimischen Immigranten müsse es gehören, „die eigene Kultur zu verbreiten“. Die zwei Punkte, welche di Islamisierung Europas voranbringen sollten, sie Umwandlung Europa in „Eurabia“. Und um das zu realisieren, haben sich die Krämer der EWG nicht nur an die Journalisten, die Filmproduzrenten, die Verleger, die aufgeblasenen und publizitätssüchtigen Richter und Staatsanwälte usw. gewandt, sondern, wie ich sagte, auch an die Professörchen der akademischen Welt. Diese wurden aus ihrem Schattendasein herausgeholt, aus dem Dasein, das ihre Verfügbarkeit garantiert hatte, und mit diesen begannen sie den zweiten Teil ihrer Verschwörung in die Tat umzusetzen.

Unter der Schirmherrschaft der EWG und des Generalsekretärs der Arabischen Liga, wurde am 28 März 1977 in der Ca‘ Foscari in Venedig das erste „Seminar über die Mittel und Formen der Zusammenarbeit zur Verbreitung der Arabischen Sprache und der Arabischen Literatur“ eröffnet. Und die Organisatoren waren nicht nur das Orientinstitut in Rom und die Fakultät „Fremdsprachen“ der Universität Venedig. Zu den Organisatoren gehörte auch das Institut für arabische und islamische Studien des Vatikan. Anwesend waren Teilnehmer aus zehn arabischen Staaten (Ägypten, Algerien, Tunesien, Libyen, Saudi Arabien, Jordanien, Syrien, Irak, Jemen, Sudan) und aus acht europäischen Ländern (Italia, Frankreich, Belgien, Niederlande, England, Deutschland, Dänemark, und Griechenland, das damals noch nicht zur EWG gehörte). Er dauerte drei Tage dieser Schulterschluss. Er schloss am 30. März mit der Verabschiedung einer Resolution, die einstimmig „die Verbreitung der arabischen Sprache und Kultur in Europa“ verlangte, und seitdem sind die Professörchen nicht mehr zu halten. Um die Überlegenheit des Islam zu zeigen, machten sie nichts anderes als die die Geschichte umzuschreiben, so wie in den Romanen „Wir“ von Samjatin und „1984“ von Orwell. Umschreiben, verfälschen, streichen. Denk daran: Im April 1983 eröffnete der damalige deutsche Aussenminister Hans-Dietrich Genscher im Rahmen des Dialogs Europa-Arabien in Hamburg ein Symposium, wobei er für mindestens eine Stunde die Grösse, die Barmherzigkeit, die Milde, den unvergleichlichen wissenschaftlichen und humanistischen Reichtum der islamischen Kultur pries. Er nannte diese Kultur einen „Leuchtturm“ der Menschheit, ein Licht, das für Jahrhunderte Europa erleuchtet  und Europa aus der Barbarei herausgeholfen hat……“ Bei diesem Symposium, baten  fast alle untertänigst um Verzeihung für den Kolonialismus, den die undankbaren Europäer dem „Leuchtturm der Menschheit“ angedeihen liessen. Fast alle drückten ihre Abscheu gegenüber allen diejenigen aus, die immer noch Vorurteile oder Vorbehalte gegenüber dem Islam hegen. Jenes Symposium, bei dem unsere Kultur auf eine Weise in den Dreck gezogen wurde, dass die arabischen Vertreter sogar wagten, von den islamischen Ursprüngen des Judentums und des Christentums zu sprechen. Mit anderen Worten, Abraham nicht als Patriarch Israels, sondern als „Prophet Allahs“ hinzustellen und Jesus Christus als einen gescheiterten Vorgänger Mohammeds. Und zwar ohne dass jemand von den Anwesenden Einspruch erhob oder auch nur stotterte: „Seid ihr alle verrückt geworden?“.

Oh, im Rahmen dieses Symposiums wurde auch von den Immigranten gesprochen: verstehen wir uns richtig. Nicht zufälligerweise wurde aus dem Wort „vergleichbar“, das Wort „gleich“ und genau bei dieser Gelegenheit begann man von den Rechten der Moslems (nicht der Buddhisten, oder Hindus, oder Konfuzianer, oder Griechisch-Orthodoxen) zu sprechen, die denen der Einheimischen gleichen müssten. Genau bei dieser Gelegenheit fing man an zu fordern, dass für die Immigranten Zeitungen in arabischer Sprache gedruckt und arabische Radio- und Fernsehsendungen ausgestrahlt werden müssten. Genau bei dieser Gelegenheit fing man auch an, Massnahmen zu fordern, die „ihre Anwesenheit in den Gewerkschaften, in den Rathäusern, in den Universitäten verstärken, sowie zu ihrer Integration ins politische Leben des Gastlandes (lies „Wahlrecht“). Und von jenem Tage an wurden die Tagungen, Kongresse, Gespräche, Seminare und Symposien zu einer orgiastischen Verherrlichung der islamischen Zivilisation und zu einer Herabsetzung, wenn nicht sogar zu einer Verurteilung der westlichen Zivilisation.

Jawohl, orgiastisch. Von diesen Kongressen und Tagungen und Gesprächen und Seminaren und Symposien habe ich mir die vollständigen Texte besorgt und habe sie studiert. Glaubt mir, in jedem von ihnen ist die Verherrlichung so einstimmig, so dass ich glaubte „Allahs Sonne über dem Abendland“ zu lesen, das Buch, in welchem die deutsche Orientalistin Sigrid Hunke die absolute Überlegenheit des Islam verkündet und behauptet, der Einfluss der Araber auf den Westen sei der erste Schritt gewesen um Europa von Christentum zu befreien. (Nach ihrer Meinung eine unserer Mentalität völlig fremde und entgegengesetzte Religion). Das Schlimmste an der Frau Hunke ist und war, dass sie eine richtig verschissene Nazistin war. Gebildet und intelligent, so viel du willst, aber eine verschissene Nazistin. Das war sie schon 1935, als sie gerade zweiundzwanzig war und eine Diplomarbeit geschrieben hatte, in welcher sie sagte, dass die Reinigung der Rasse die vordringendste Aufgabe sei. Mit anderen Worten: die Juden seien auf Schnellste zu eliminieren. Sie war es auch 1937 als sie, treue Erbin von Ludwig Ferdinand Clauss, dem wichtigsten nationalsozialistischen Historiker, in ihrer Doktorarbeit Adolf Hitler als „das grösste Vorbild“, bezeichnete, „das die Geschichte Deutschland je geschenkt habe“. Und sie war es mehr denn je am Anfang der 40er Jahre, als sie mit ihrer Schwester dem „Germanischen Wissenschaftseinsatz“ beitrat, dem germanisch-wissenschaftlichen Dienst der SS. Ein von Himmler geschaffener und geleiteter Organismus zur Germanisierung Nordeuropas. Sie war es ebenso als in den gleichen Jahren die palästinensischen und anderen Araber mit Hitler eine Allianz eingingen und als der Onkel Arafats, der Grossmufti von Jerusalem, die Parade der islamischen SS-Einheiten abnahm. Sie war es auch noch in den unmittelbar dem Weltkrieg folgenden Jahren, als viele Nazis in Nürnberg abgeurteilt, gehenkt oder zu langjährigen Haftstrafen verurteilt wurden. Sie überstand das alles ohne einen einzigen Kratzer davonzutragen. Und sie war es auch noch 1960 als sie das Buch „Die Sonne Allahs über dem Westen“ schrieb, ein Buch, in welchem sie, mit dem Ziel Europa seine jüdisch-christlichen Wurzeln auszureissen, sämtliche Thesen des Dritten Reiches entstaubte, eingeschlossen jene von der Nützlichkeit, sich mit den Arabern zu verbinden um den britannischen Imperialismus zu bekämpfen. (Damals nannte sich der „Antiamerikanismus“ „Antibritannismus“). Schliesslich war sie es auch noch 1967 als die deutsche Regierung unter Kurt Georg Kiesinger sie auf eine Tour in die arabischen Länder schickte, um Vorträge in Aleppo, Algier, Tunis, Tripolis und Kairo zu halten, wo sie der höchste Gerichtshof für islamisches Recht zum Ehrenmitglied ernannte. Und natürlich war sie es noch 1990, neun Jahre vor ihrem Tod, als sie für einen islamischen Verlag ihr letztes Buch „Allah ist ganz anders“ schrieb.

Nachdem ich das gesagt habe, lasst mich noch etwas über die Tagung berichten, welche, zusammen mit dem Europarat, aber auf Anregung der  Fundación Occidental de la Cultura Islamica, der langen Hand des Europa-Arabien-Dialogs in Madrid, im Mai 1991 die Parlamentarische Versammlung der Europaischen Union in Paris abhielt unter dem Titel „Der Beitrag der islamischen Kultur zur europäischen Kultur“. Eine Tagung, an der keine arabischen Vertreter teilnahmen, ausgenommen zwei Amerikaner mit koranischen Familiennamen. Alle Teilnehmer waren Europäer: Spanier, Franzosen, Belgier, Deutsche, Italiener, Schweizer, Skandinavier.

Ich wähle das aus folgendem Grund. Denn als ich den Tagungsband anschaute, hundertfünfundachtzig eng beschriebene Seiten, verwandelte sich meine Empörung in Bestürzung. Und zwar weil alle sich an der Verherrlichung des Islam beteiligten indem sie die hitlerischen Thesen der Sigrid Hunke wieder aufnahmen (ich hoffe, ohne es zu merken). Alle bezogen sich auf “Allahs Sonne über dem Abendland” oder auf “Allah ist ganz anders”. Und die Einstimmigkeit, oder besser, der  Gleichschritt, mit welchem diese unwissenden Jünger der Sigrid Hunke den Islam begrüssten, war derartig, dass ich meinte, nicht die Stimmen von Wissenschaftlern zu hören, sondern die Wehrmacht auf dem Alexanderplatz paradieren zu sehen. Im Stechschritt natürlich. Immer tapfer, nach ihrer Meinung, diese Muselmänner, immer die Ersten der Klasse, immer genial: in Philosophie, in Mathematik, in der Kochkunst, in Literatur, in Architektur, in Medizin, in Musik, in Jura, in Wasserbau.

Und wir Westler immer die gleichen Idioten, immer unangepasst, immer dumm. Oder immer zurückgeblieben. Folglich immer genötigt, irgend einem Sohn Allahs zu danken, der uns vorausgeeilt ist, uns erleuchtet und gebildet hat, einem Lehrer, der es mit einen richtigen Dummkopf von Schüler zu tun hat.

Aus: “ Kraft der Vernunft”  - Kapitel 7

Anmerkungen zum Thema „Mittelalter“


Für Bendetto Croce war das Mittelalter „ein Zeitalter des Ruhmes“, weil es die „Christianisierung der Barbaren vervollständigte“ und „die Abwehr des für die europäische Kultur so bedrohlichen Islam beseelte“. Diese Aussage steht nun ganz demjenigen entgegen, was man uns in Deutschland in der Schule über das Mittelalter beigebracht hat. In der Schule wurde uns das Mittelalter als das „dunkle Zeitalter“ vorgestellt. „Mittelalter“ und „mittelalterlich galten fast als Synonyme für alles Dunkle und Reaktionäre. Erst die Renaissance soll diese Dunkelheit überwunden haben. Das mag nun auch daran liegen, dass das Ende des Mittelalters von vielen deutschen Philologen auf das Jahr 1492 festgelegt wurde. Das Jahr in welchen Christoph Kolumbus nach Indien aufbrach und dabei zufälligerweise Amerika entdeckte. Das Jahr, in welchem Ferdinand von Aragon und Isabella von Kastilien die Mauren fast vollständig von der iberischen Halbinsel verdrängten.

Wer das Mittelalter als „dunkel“ bezeichnet, vergisst, dass auch Persönlichkeiten wie Franz von Assisi (1182-1226), Roger Bacon (1214-1294), Thomas von Aquin (1225-1274) und Giotto (1266-1337) dem Mittelalter angehören, Persönlichkeiten, die alles andere als dunkel und reaktionär waren. Vergisst, dass im Mittelalter die Völker Mittel- und Nordeuropas erstmals mit einer Gedankenwelt in Berührung kamen, die in Südeuropa schon Jahrhunderte zuvor Fuss gefasst hatte, d.h. mit dem Christentum. Deshalb lässt sich die Bezeichnung „dunkles Mittelalter“ wohl kaum aufrecht erhalten. Das Wort “Mittelalter” erscheint erstmalig  im 15. Jahrhundert in Lateinisch und spiegelt die Meinung der Zeitgenossen wider, nach denen dieses Zeitalter die Zeit zwischen der Antike und der Renaissance bezeichnet.

Bezeichnend ist, dass in der deutschen Version von Wikipedia, unter dem Artikel „Mittelalter“ auch ein Bild von der Mezquita-Moschee in Córdoba gezeigt wird, das sicher irgendwelche Freunde des Dialogs Euro-Arabien dort eingefügt haben, um die Überlegenheit, oder zumindest Gleichwertigkeit des Islam mit dem Christentum zu betonen. Mein Mittelalter, unser Mittelalter ist nicht das Zeitalter der arabischer Moslems, und auch nicht das der nordafrikanischen Mauren, sondern ist das vom Christentum geprägte Zeitalter, die Zeit, in der sich das Christentum in Europa verbreitete, in der das europäische Christentum sich gegen den arabisch-islamischen Expansionismus wehren musste. Nur die pro-arabischen Professörchen, die uns den Islam als gleichwertige Religion und Kultur verkaufen wollen, weil sie vor der Menge der eingewanderten Muslimen Angst gaben, kommen auf die Idee unter dem Stichwort „Mittelalter“ das Bild einer Moschee zu zeigen, einer Architektur, die jeder Normaldenkende unter dem Stichwort „maurische Architektur“ einordnen würde und nicht unter dem Titel „europäische Architektur des Mittelalters“, auch wenn sie in Europa steht.  

Uwe Wienke Oktober 2014

Eine Herausforderung


Heute Morgen habe ich den berühmten Aufsatz von Benedetto Croce wiedergelesen, den er 1942 veröffentlicht hat: „Warum wir nicht unser Christentum verleugnen können“ (Ja, jenen, in dem er, zur Schande der Professörchen, die den islamischen Leuchtturm über alle Massen loben, festhält: „Das lange Zeitalter des Ruhmes, das Mittelalter genannt wurde, vervollständigte die Christianisierung der Barbaren und beseelte die Abwehr des für die europäische Kultur so bedrohlichen Islam“). Und es sind zwei Dinge, die mich an jenem Aufsatz im Innersten bewegt haben: Das lapidare Urteil mit welchem er das hervorhebt, was ich die Revolution der Seele nenne, und die Kraft mit welcher er die These vertritt, dass alle nachfolgenden Revolutionen Abkömmlinge von ihr seien. „Das Christentum ist die grösste Revolution gewesen, welche die Menschheit je vollbracht hat. Keine andere ist ihr gleich. Im Vergleich zu ihr erscheinen alle anderen begrenzt“. Im Übrigen braucht man nicht Croce um sich davon zu überzeugen, dass es ohne das Christentum keine Renaissance gegeben hätte, keine Aufklärung und nicht einmal die Französische Revolution, die trotz ihrer Gräueltaten au der Achtung des Menschen entstanden ist und die uns in diesem Sinn etwas Positives hinterlassen und angespornt hat. Und es hätte nicht einmal den Sozialismus oder das sozialistische Experiment gegeben. Dieses Experiment ist katastrophal gescheitert, aber, wie die Französische Revolution, hat es uns etwas Positives hinterlassen bzw. hat es uns angespornt. Und nicht zuletzt gäbe es den Liberalismus nicht. Jenen Liberalismus, ohne den eine zivile Gesellschaft nicht denkbar ist, und den heute jedermann anerkennt oder vorgibt anzuerkennen (mit Worten sogar die Ex-Kommunisten und die Neo-Kommunisten). Meiner Meinung nach, würde es nicht einmal den Feminismus geben. Entkleidet seiner schönen Legenden über Wunder und leibliche Auferstehung, entledigt seines katholischen Überbaues, befreit von seinem doktrinären Kern, d.h. zurückgeführt auf die geniale Idee des herrlichen Nazareners, ist das Christentum wirklich eine unwiderstehliche Herausforderung, eine aufsehenerregende Wette, die der Mensch mit sich selbst eingegangen ist.

Und damit sind wir bei der Schuld einer katholischen Kirche, die indem sie die Dreifache Allianz anführt, den Islam bevorzugt und begünstigt, die sich schon ergeben hat und die somit in erster Linie für die Katastrophe verantwortlich ist, die wir gegenwärtig erleben.

Der Islam, bevor er in unseren Ländern einfällt und unsere Kultur zerstört, bevor er unsere Identität vernichtet, zielt er darauf ab, diese unwiderstehliche Herausforderung, diese aufsehenerregende Wette zu eliminieren. Und weisst du auf welche Weise? Mittels eine ideologischen Raubüberfalls. Das heisst, indem er uns unser Christentum raubt, es sich einverleibt, es in im Gewand eines degenerierten Sprösslings vorstellt, indem er Jesus Christus als einen „Prophet Allahs“ bezeichnet. Übrigens als einen Propheten zweiter Klasse. So weit unter Mohammed stehend, so dass dieser, fast sechshundert Jahre später, von vorn anfangen musste, und gezwungen war, nach einem  Gespräch mit dem Erzengel Gabriel, den Koran zu schreiben. Um ihn uns unseren Jesus von Nazareth noch besser stehlen zu können, bestreiten die muslimischen Theologen sogar seine Kreuzigung. Sie stellen ihn in ihr Pardies (Djanna), wo er isst wie Trimalchio, trinkt wie ein Säufer und fickt wie eine Besessener. Dann sagen sie: der Ärmste, er predigte das Wort Allahs, soweit er es verstand, seine ruchlosen Jünger nannten das dann Christentum, was in Wirklichkeit schon der Islam war, sie verdrehten alles, was er gesagt hatte und …..  Sie wollen auch den Judaismus rauben. Denn sie behaupten, dass Abraham, der Stammvater Israels, der erste Prophet Allahs gewesen sei. Und aus Moses wird ein Betrüger, der das Rote Meer in Gummiboten der albanischen Mafia überquert hat. Ein Scharlatan, der ins verheissene Land geht, um den Arafat zu betrügen, seinen Rivalen in Sachen Liebe oder was weiss ich. Das Judentum verteidigt sich jedoch mit Händen und Füssen gegen solche Absichten. Die katholische Kirche nicht. Oh, die katholische Kirche weiss sehr gut, dass für die Moslems Christus an einer Erkältung gestorben ist und dass er sich im Paradies mit den Urì vergnügt. Sie weiss sehr gut, dass deren Theologen schon immer diesen ideologischen Raub begangen haben, und dass sie das Christentum immer als eine Fehlgeburt des Islam betrachten.  Sie weiss bestens, dass der islamische Imperialismus immer die Absicht hatte, den Westen zu unterwerfen, weil der Westen der erste und wirkliche Vermittler des christlichen Gedankengutes gewesen ist. Sie weiss bestens, dass der islamische Kolonialismus schon immer von der Unterwerfung Europas geträumt hat, weil Europa, ausser dass es reich und entwickelt und viel Wasser besitzt, die Wiege des Christentums ist.  (Eines Christentums, das zwar verändert sein mag so viel du willst, verbogen so viel du willst, verraten so viel du willst, dass aber immer noch Christentum ist). Sie weiss bestens, dass ohne das Kreuz die Franken Karl Martells die Mauren nie bei Poitier besiegt hätten. Dass ohne das Kreuz die Spanier unter Ferdinand von Aragon und Isabella von Kastilien nie Andalusien wiedererobert hätten, dass die Normannen nie Sizilien befreit hätten, der Zar Iwan der Grosse nie den zwei Jahrhunderten mongolischer Dominanz in Russland ein Ende gesetzt hätte. Sie weiss bestens, dass ohne das Kreuz nie die Belagerung Wiens aufgehoben worden wäre und nie die fünfhunderttausend Ottomanen Kara Mustafas zurückgeschlagen worden wären. (Eure Heiligkeit [gemeint ist Papst Johannes Paul II Wojtyła], 1683 waren unter den Verteidigen Wiens auch die Polen: erinnern Sie sich? Sie kamen aus Warschau unter der Führung Jan Sobieskis. Und erinnern Sie sich, was Sobieski vor der Schlacht rief? Er rief: „ Soldaten, es ist nicht allein Wien, das wir retten müssen! Es ist das Christentum, den Geist der Christenheit“. Und erinnern Sie sich, was er während der Schlacht rief? Er rief: „Soldaten schlagen wir uns für die Madonna von Częstochowa!“. Diese Schwarze Madonna, welche Sie so sehr verehren). In anderen Worten, die katholische Kirche weiss sehr gut, dass es ohne das Kreuz unsere Kultur nicht gäbe. Und sie weiss auch, dass eine der Wurzeln, aus der dieser Kultur entstand, die griechisch-römische Kultur war, die uns nicht durch einen Avicenna oder Averroes übermittelt wurde, wie uns der Euro-Arabische Dialog weismachen will. Sie wurde uns vom Heiligen Augustinus übermittelt, der die griechisch-römischen Kultur in die christliche Theologie überführte und zwar gut sieben Jahrhunderte vor Avicenna und Averroes. Schliesslich weiss sie sehr gut, dass ohne die unwiderstehliche Herausforderung, die aufsehenerregende Wette, wir heute eine Sprache sprechen wurden, die das Wort „Freiheit“ nicht einmal kennt. Wir wurden in einer Welt dahinleben, die, weit entfern davon den Tod von sich zu weisen, im Tod ein besonderes Privileg sieht.

Aus: “ Kraft der Vernunft”  - Kapitel 9

Wasser für Arabien


Im August 1975, also zwei Monate nach der Resolution von Strassburg und der Konferenz von Kairo, habe ich den Erdölminister von Saudi Arabien, Zaki Jamani, interviewt, den Scheich der das Embargo von 1973 geleitet hatte und der mehr als jeder andere Arafat finanziert hat. Oh, es gibt viele Dinge über Jamani zu erzählen, die ich nie vergessen werde. In erster Linie, die listigen Prüfungen, die er mich in gut fünf Vorabreffen unterzogen hat (London, Djidda, Riad, Damaskus, Beirut) bevor er mir das Interview in seiner Residenz in Taif gewährte. Dann die Geschicklichkeit, mit der er am Flughafen von Djidda vermied, dass ich seinem Freund Arafat begegnete, der sich gerade dort aufhielt. Das Entsetzen, als er mir die Enthauptung (ausgeführt mit einem goldenen Schwert) des jungen Prinzen schilderte, der König Faisal ermordet hatte. Die Scheinheiligkeit, mit der er meine Freundschaft suchte, indem er mir die schlechten Feigen seines Gartens zum Kosten gab. Das Schafsauge (es scheint sich um eine Köstlichkeit zu handeln), welches ich ebenfalls kosten sollte. Gott, was für ein Entsetzen. Die Eleganz, mit der er mir, dem Koran zum Trotz, Champagner anbot, von dem der Keller seiner Villa in Taif voll war. Die Tatsache, dass er, um mir meinen Atheismus auszutreiben, mich nach Mekka bringen wollte (natürlich gut verschleiert mit einem Burka). Und das traurige Lied, das seine Tochter Maha jeden Abend zur Gitarre sang: “Take me away! Please, take me away!”. Aber das Unvergesslichste war seine Idee, als die Sprache vom Erdöl aufs Thema Wasser abglitt, zum König Midas, der am verdursten ist und Wasser kaufen will.  „Vor Tausenden von Jahren“, sagte er mir, „gab es bei uns in Arabien Flüsse und Seen. Diese sind verdunstet und heute haben wir weder einen Fluss, noch einen See. Machen sie einen Rundflug im Hubschrauber, dann entdecken sie höchstens irgendeinen trocknen Bach in den Bergen. Seit Mohammeds Zeiten hängen wir vom Regen ab und das ist alles. Seit hundert Jahren regnet es kaum noch und seit fünfundzwanzig überhaupt nicht mehr. Die Wolken werden von der Vegetation angezogen aber bei uns gibt es keine Vegetation. Klar, unter der Erde gibt es Wasser. Jedoch sehr, sehr tief unter der Erde. Viel tiefer als das Erdöl. Und wenn wir es anbohren, dann spritzt als erstes Erdöl heraus. Deshalb haben wir uns entschieden, es nicht anzurühren, es dort zu lassen, wo es ist, für die Zeit, wenn wir weniger Geld haben werden. Deshalb benutzen wir entsalztes Meerwasser. Das entsalzte Meerwasser reicht jedoch nicht aus. Deshalb will ich Süsswasser kaufen und zwar von den Ländern an die wir unser Erdöl verkaufen. Es kaufen und in grosse Plastikbehälter füllen und es bei uns in künstlichen Seen speichern. Wenn die Tankschiffe ihr Erdöl gelöscht haben, fahren sie zurück. Aber sie können nicht leer zurückfahren, denn wenn sie leer zurückfahren besteht die Gefahr, dass sie kentern. Und um sie nicht leer zurückfahren zu lassen, füllen wir sie mit Meerwasser, mit Schmutzwasser und das ist reine Vergeudung. Und auch ein Fehler, denn wenn sie ankommen wird das Wasser abgelassen und verschmutzt unsere Küsten. Und tötet die Fische. Süsswasser kostet Geld und künstliche Seen kosten noch mehr. Aber Geld haben wir im Überfluss. In den zwei Jahren seit dem Embargo haben wir so viel Geld angehäuft, dass wir jetzt das Problem haben, es auszugeben. Und wo geben wie es aus, wenn nicht im Westen, in Europa? Und wer muss uns dabei helfen: der Westen, Europa. Ich habe einen Plan, der es mir erlaubt, in fünf Jahren 140 Milliarden Dollar auszugeben. Und wenn dieser nicht realisiert wird, sind wir ruiniert. Es lohnt sich also für uns euer Wasser zu kaufen …..“.

Gut, dieses Wasser haben wir ihnen nicht verkauft. Das Wasser um die künstlichen Seen in Arabien zu füllen, meine ich. Das Wörterbuch definiert Wasser als „eine transparente, farblose, geruchlose Flüssigkeit, die aus Wasserstoff und Sauerstoff besteht und von der jedes pflanzliche und  tierische Leben abhängt; in der Chemie wird es mit der Formel  H2O bezeichnet“. Wir haben ihnen jedoch ein ebenso wertvolles Wasser verkauft, ein Wasser, das wir genauso benötigen wie das der Flüsse und Quellen. Ein Wasser, ohne das ein Volk abstirbt wie ein Baum, der niemals vom Regen benetzt wird, der an einem gewissen Punkt abstirbt, keine Blüten und keine Früchte mehr hervorbringt und zu Brennholz wird. Das Wasser unserer Prinzipien, unserer Werte, unserer Errungenschaften. Das Wasser unserer Kultur, unserer Geschichte. Das Wasser unseres Wesens, unserer Zivilisation. Das Wasser unserer Identität.

Aus: “Die Kraft der Vernunft”  - Kapitel 6

Die Verschwörung geht weiter


Man höre und staune. “Eine mittel- und langfristige Politik muss von jetzt ab den Tausch europäischer Technologie gegen Erdöl und arabischer Arbeitskraft beinhalten. Ein Tausch, der Petroldollars recycelt, ist sowohl für Europa als auch für Arabien von Vorteil und führt zu einer völligen Integration beider die Wirtschaften. Oder zu einer möglichst völligen“. Und weiter: „Die Parlamentarische Vereinigung für die Zusammenarbeit Europa-Arabien ersucht die europäischen Regierungen spezielle Massnahmen vorzusehen, welche die Bewegungsfreiheit der in Europa einwandernden arabischen Arbeiter garantieren, sowie die Sicherung von deren Grundrechten. (Anm.d.R.:  Ich frage mich von welchen arabischen Arbeitern hier die Rede ist, wo doch Arabien überhaupt keine Arbeiter hat? Wer in Arabien ein Gebäude errichten will, muss Arbeiter aus Asien holen, weil es in Arabien keine Bauarbeiter gibt. Die in Europa eingewanderten muslimischen Arbeiter sind Türken, Tunesier, Algerier, Marokkaner, d.h. alles andere als Araber). Diese Grundrechte müssen denen der einheimischen Bürger entsprechen. Ausserdem müssen sie festlegen, dass die Immigrierten gleichbehandelt werden was die Arbeit, die Wohnung, die Krankenversorgung, dass Schulwesen, usw. betrifft“. Immer schön unter Vermeidung der Worte Islam, islamisch, muslimisch, Koran, Mohammed, Allah, spricht die Resolution von Strassburg auch von den „Notwendigkeiten“, die entstehen wenn die menschliche Tauschware nach Europa kommt. Vor allem „die Notwendigkeit, alles zu tun, damit die Immigranten entsprechend ihrer Religion und ihrer arabischer Kultur leben können“. Dann „die Notwendigkeit mithilfe der Presse und den Informationsorganen ein den Einwanderern und ihren Familien freundliches Klima zu schaffen“. Und schliesslich „mithilfe der Medien und der Akademischen Welt hervorzuheben, welchen Beitrag die arabische Kultur zur Entwicklung Europas geleistet hat“. Themen, die von der Gemischten Expertengruppe mit folgenden Worten wieder aufgenommen wurden: „Zusammen mit dem unabdingbaren Recht ihre Religion zu praktizieren und enge Beziehungen zu ihren Herkunftsländern zu unterhalten, haben die Immigranten auch das Recht ihre Kultur nach Europa zu exportieren und dort zu verbreiten“. (Verstanden?)  In Kairo beschloss die Gemischte Expertengruppe  noch etwas anderes. Sie stellte klar, dass Europa die Zusammenarbeit auf technologischem Gebiet auch auf andere Gebiete ausdehnen müsse, auf das Gebiet der Banken, der Finanzwirtschaft, der Wissenschaft, der Atomphysik, der Industrie und des Handels. Noch schlimmer. Sie legte fest, dass die arabischen Länder sich verpflichten, nicht nur Arbeiter nach Europa zu schicken (Tauschware), sondern auch „erhebliche Mengen an Waffen“ in Europa zu kaufen. War es nicht genau in den 70er Jahren, als die Skandale um illegale Waffengeschäfte ausbrachen? War es nicht genau in den 70er Jahren als Frankreich begann im Irak eine Atomanlage zu bauen? War es nicht genau in den 70er Jahren als unsere Städte begannen sich mit orientalischen „Arbeitern“ zu füllen, mit Windschutzscheibenwäschern an allen Verkehrsampeln, mit ambulanten Händlern von Bleistiften, Papiertaschentüchern und Kaugummi? (Ich erinnere mich noch gut, als sie 1978 das historische Stadtzentrum von Florenz besetzten. „Wann sind die eigentlich aufgetaucht?“, fragte ich eines Tags den Tabakhändler in Piazza Repubblica. Dieser breitete die Arme aus und seufzte: „Hm, eins morgens habe ich den Laden aufgemacht und da waren einfach sie alle da. Meiner Meinung nach wurden sie von den Schurken unserer Regierung in Einverständnis mit den Scheichs, die für jeden Tropfen Benzin eine Million verlangen, über Nacht mit dem Fallschirm abgesetzt). Und war das nicht die Zeit, in der die Araber begannen in Europa alles aufzukaufen? War das nicht als Gaddafi zehn Prozent von FIAT erwarb? War das nicht als der Ägypter Al Fayed ein Auge auf das Kaufhaus Harros in London geworfen hat? Alle kauften alles: Schuhfabriken, Luxus-Hotels, Stahlwerke, alte Schlösser, Luftfahrtgesellschaften, Buch- und Filmverlage, Traditionsgeschäfte in Via Tornabuoni und Faubourg Saint-Honoré und Luxus-Yachten? In einem gewissen Moment wollten sie sogar unser Wasser kaufen. Es war Yamani, der mir das sagte.

Aus: „Die Kraft der Vernunft“  - Kapitel 6

Eine Verschwörung bei Tageslicht


Obwohl ich sie bestens kenne, überkommt mich beim Schreiben dieser Daten ein gewisses, mit Ungläubigkeit vermischtes Staunen. Denn, mein Gott: es handelte sich nicht um eine im Dunkel eines Hinterzimmers von Unbekannten oder von polizeibekannten Verbrechern ausgedachte Verschwörung. Es handelte sich um eine in vollem Tageslicht, unter den Augen aller, vor den Fernsehkameras und von allbekannten politischen Führern geplante Verschwörung. Bekannte Politiker, denen die Bürger ihre Stimme gegeben bzw. ihr Vertrauen ausgesprochen hatten. Sie hätte also aufgehalten, neutralisiert werden können. Tatsache ist, dass die Verschwörer bewusst bei Tageslicht, vor den Fernsehkameras, im Licht der Scheinwerfer und mit vollem Einsatz ihres Prestiges oder eingebildeten Prestiges handelten. Mit einer solchen Unverschämtheit, dass es niemand merkte. Keiner hatte einen Verdacht und wir wurden in die Irre geführt wie der Präfekt von Paris in der Erzählung von Edgar Allen Poe. Erinnerst du dich an die Erzählung P „Der entwendete Brief“? Ein genialer Mann ohne jedweden moralischen Grundsatz, ein Monstrum-horrendum, der zu jeder niedrigen Handlung in der Lage ist, der bekannte Minister D. hat aus den königlichen Gemächern einen höchstwichtigen Brief entwendet. Ein Dokument, das ihm unkalkulierbare Vorteile verschaffen und die Welt zerstören kann. Der Präfekt von Paris hat den Auftrag, den Brief zu finden und da er eine so hochstehende Persönlichkeit nicht des Diebstahls bezichtigen kann, organisiert er eine gestellten Raubüberfall. Er schleicht sich in dessen Palast ein und durchsucht jeden Saal, jedes Zimmer, jeden Gang, jede Abstellkammer, jede Ecke. Durchsucht jede Schublade, blättert in jedem Buch, untersucht jedes Kleidungsstück in der Garderobe. Alles vergeblich. Denn, anstatt den Brief zu verstecken, hat das Monstrum-horrendum ihn ganz augenfällig zur Schau gestellt. Er hat ihn in ein schäbiges Behältnis gesteckt, das an einer blauen Seidenschnur vom Kamin seines Büros herunterhing, wohlbemerkt desjenigen Büros in dem er alle Leute empfängt. Alle die dort eintreten, schauen als erstes auf den Kamin. Und aus dem Behältnis schauten dazu noch zwei oder drei Zentimeter des Dokumentes und das Siegel heraus. Folglich leicht erkennbar selbst für einen Blinden. Der Präfekt entdeckte ihn jedoch nicht. Oder besser: er sah ihn, aber es kam ihn kein Verdacht, weil der Brief so offen dort hing.

Was ich mit dem sagen will: wir sahen wie die Minister mit den Scheichs, den Emiren, den Obersten und Sultanen Orangensaft tranken. Wir sahen sie in den Zeitungen, im Fernsehen. Erkennbar wie das Behältnis, das an einer blauen Seidenschnur vom Kamin hing. Aber weil wir den wahren Grund nicht kannten, weshalb sie Orangensaft tranken,  hatten wir auch nicht den Verdacht, dass der entwendete Brief in ihren Gläsern steckte, und das hat uns blind gemacht. An der Konferenz von Damaskus nahmen alle europäischen Regierungen teil und zwar mit Vertreten aller Parteien. An der Konferenz von Rabat akzeptierten sie gesamthaft alle von der Arabischen Liga geforderten Bedingungen bezüglich Israel und die Palästinenser. I im Jahre darauf, in Strassburg, setzte die Parlamentarische Vereinigung für die Zusammenarbeit  Europa-Arabien ein Ständiges Komitee mit Sitz in Paris ein, dem gut dreihundertsechzig Beamte angehören. (Dieser Konferenz folgten zwei andere, eine in Kairo und eine weitere in Rom). Fast zum gleichen Zeitpunkt erblickte das Blättchen mit dem entsetzlichen Namen „Eurabia“ das Licht der Welt und mit diesem der Beweis, dass 1975 Europa sich schon dem Islam verkauft hatte. Es handelt sich um einen nicht abzuleugnenden Beweis, der mich so beunruhigt hat, dass ich mir die alten Nummern von „Eurabia“ besorgt habe (gedruckt in Paris, in französischer Sprache, herausgegeben von einem Herrn Lucien Bitterlin, Format 21x29 Zentimeter, Preis: fünf Franken). In Hoffnung, das Bat Ye’or etwas falsch verstanden haben könnte, habe ich alle ihre Hinweise kontrolliert, und, ach, sie hatte alles bestens verstanden. Bemerkenswert ist in der Tat nur, dass in der ersten Nummer akribisch die Wörter „Islam, islamisch, Moslem, Koran, Mohammed, Allah vermieden wurden. (an ihrer Stelle ist immer von „arabisch, Arabien“ die Rede). Bemerkenswert auch der gewundene Leitartikel, in welchem der Herr Bitterlin darlegt, dass die Zukunft Europas „direkt““ an die des Mittleren Ostens „gebunden“ ist , und das deshalb die Wirtschaftsvereinbarungen der EWG von den poltischen Vereinbarungen abhängen müssen, und dass diese wiederum in völlige Übereinstimmung mit der arabischen Sichtweise sein müssen. Die zweite Nummer macht hingegen schaudern. Einerseits wegen eines anderen gewundenen Leitartikels des Herrn Bitterlin, in welchem dieser der EWG nahelegt, ein bestimmtes Abkommen mit Israel zu streichen, und in dem er den „tausendjährigen Beitrag“ herausstreicht, den die Araber zur kulturellen Entwicklung der gesamten Welt geleistet hätten. Und weisst du, was dieser enthält? Die Vorschläge, die der Belgier Tilj Declerq (Mitglied der Parlamentarischen Vereinigung für die Zusammenarbeit Europa-Arabien) an der Konferenz von Kairo vorgelegt hatte und die von der Konferenz angenommen und in die Resolution von Strassburg integriert worden waren. Und weisst du was diese Resolution von Strassburg enthält? Die zukünftigen Immigranten. Genauer gesagt, die Immigranten, welche die arabischen Länder zusammen mit dem Erdöl nach Europa schicken werden.

Aus: „Die Kraft der Vernunft“  - Kapitel 6  

Eurabien


Nein, ich habe diesen entsetzlichen Ausdruck nicht erfunden. Dieses grauenhafte Neuwort, das aus einer Verbindung von Europa und Arabien entstanden ist. „Eurabien“ ist (war) der Name einer Zeitschrift, die im Jahr 1975 von den offiziellen Gehilfen der Verschwörung gegründet wurde: von der Association France-Payes Arabes in Paris, der Middle East International Group in London, der Groupe d’Études sur le Moyen Orient in Genf und dem Europäischen Koordinationskomitee der Vereine zur Förderung der Freundschaft mit der arabischen Welt. Dieses Komitee, wurde von dem Organismus konstituiert, der sich seinerzeit EWG, Europäische Wirtschafts-Gemeinschaft, nannte, und der sich heute „Europäische Union“ nennt. Im Übrigen sind es nicht meine Beweise, die ich hier vortragen werde. Fast alle stammen aus der aussergewöhnlichen Untersuchung von Bat Ye’or (Pseudonym von Giselle Littmann), welche die grossen Kennerin des Islam und Autorin des Buches „Islam and Dhimmitude”, im Dezember 2002 im  Osservatoire du Monde Juif“ veröffentlicht hat. (Dhimmitude bedeutet „Unterwerfung unter Allah, Dienstknechtschaft“, und Bat Ye’or“ bedeutet „Tochter des Nils“). „Ah, wenn es mir gelänge zu beweisen, das Troia wegen der Schuld der Kollaborateure brennt“, rief ich eines Tages aus und erklärte ihr, dass ich diese Schwätzer nunmehr Kollaborateure nenne. „Einfach“, antwortete mir Bat Ye’or und schickte mir die aussergewöhnliche Studie (sie wohnt in der Schweiz), und diese zu lesen war wie den Deckel von einem Topf zu heben, dessen Inhalt du zwar nicht kennst, aber dessen Gestank du schon gerochen hast.

Tatsächlich enthielt die Studie alle Ungereimtheiten der 70er Jahre, alle Fehltritte der neun EWG-Länder. Um einen Anfang zu machen: das Frankreich des Gaullisten Pompidou, ein von dem üblichen Eifer besessenes Frankreich Europa zu napoleonisieren , und das Deutschland des Sozialdemokraten Willy Brandt. Ein durch eine Mauer getrenntes, aber wiedererwachtes Deutschland, wie ehedem bereit, anderen seine Diktate aufzuzwingen. Und hinter diesen beiden, als Schleppenträger, die Vasallen und Komparsen. Unter diesen Komparsen ein heruntergekommenes und kraftloses England, das nicht mehr in der Lage ist, seine Führerrolle wahrzunehmen sowie ein streitsüchtiges halbsozialistisches Irland, das zwar nichts mehr zählt, sich aber aufführt als zählte es etwas. Unter den Vasallen ein linkslastiges und lausbubenhaftes Holland, ein in sich zurückgezogenes und verwirrtes Dänemark, ein verzweifelt fügsames Luxemburg, dessen Herz im Grunde noch kleiner ist als seine winzige Fläche, ein ewig am Rockschoss Frankreichs hängendes Belgien und ein von den Sozialkommunisten fanatisiertes Italien, das sich aber gleichzeitig den Christdemokraten unterworfen hat. Strippenzieher der horrenden Verbindung, die rasch in die Trostlosigkeit des Historischen Kompromisses ausmünden sollte, war der Araberfreund Andreotti, der den Orangensafttrinkern noch nicht die Moschee in Rom versprochen hatte, der aber mindestens so viel Orangensaft trank wie die in Arafat verliebten Kommunisten.  Nicht per Zufall machte dieser den Taufpaten der italo-libyschen Bank UBAE (Union der Arabisch-Europäischen Banken), der Bank, die für ihre schmutzigen Geschäfte mit Muammar al-Gaddafi bekannt ist. Schauen wir nun, was die Studie von Bat Ye’or zu sagen hat.

Sie sagt, dass das schon reife Ei der Verschwörung befruchtet wurde vom Spermatozoon (sie nennt es Abzugshahn, Sprengkapsel) des 16. und 17. Oktobers 1973, d.h. von der Konferenz, die während des Jom-Kippur-Krieges, bzw. Ramadan-Krieges Vertreter der OPEC (Saudi Arabien, Kuwait, Iran, Irak, Katar, Abu Dhabi, Bahrein, Algerien, Libyen usw.) in Kuwait City vereinte, wo ipso facto der Erdölpreis vervierfacht wurde. Das Barrel Rohöl stieg von zwei Dollar und 46 Cent auf neun Dollar und 60 Cent; das Barrel raffiniertes Erdöl auf zehn Dollar und 46 Cent. Dann kündigten sie an, dass sie ihre Förderung drosseln würden und zwar monatlich um 5 Prozent, sprachen ein Embargo aus gegen die USA, sowie gegen Dänemark und die Niederlande und erklärten, dass diese Massnahme ausgedehnt werden könne auf alle, die nicht auf ihre politischen Forderungen eingehen würden. Auf welche Forderungen? Rückzug Israels aus den besetzten Gebieten, Anerkennung der Palästinenser, Anwesenheit der OLP bei allen Friedensgesprächen, Anwendung des in der UNO-Resolution 242 enthaltenen Prinzips (jenes, das auf einem Einweg-Pazifismus beruht, d.h. die arabischen Länder begünstigt und Landnahmen mittels kriegerischen Handlungen verbietet). Und siehe, die neun EWG-Länder liessen sich glatt erpressen. Achtzehn Tage später trafen sie Brüssel zusammen und in wenigen Augenblicken unterzeichneten sie ein Dokument in dem sie proklamierten, Israel müsse sich sofort aus den besetzten Gebieten zurückziehen, die OLP und Arafat seien in alle Friedensverhandlungen einzubeziehen und das in der UNO-Resolution 242 enthaltene Prinzip sei sakrosankt. Am 26. November fand ein Treffen von Pompidou und Brandt statt, das intimer war, als es sich Deutschland zu Zeiten Vichis erlaubt hat. Von Panik gepackt beschlossen sie, dass man ein Gipfeltreffen arrangieren müsse um den Dialog mit der arabischen Welt aufzunehmen. Und nicht nur das, sondern man müsse die Grundlagen für eine solide Freundschaft mit der Arabischen Liga schaffen, worauf sie dann ihre Kollegen informierten …. Und angefangen mit den Italienern zeigten sich alle einverstanden. Und tatsächlich, nur wenige Tage später wurde der Dialog in Anwesenheit der OPEC-Scheichs mit einem Gipfeltreffen in Kopenhagen eröffnet. Und im folgenden Sommer wurden die Gespräche und Konferenzen in fast skandalöser Hast fortgesetzt. Im Juni 1974 wurde im Rahmen einer Bonner-Konferenz ein Programm erstellt. Im Juli konstituierten in Paris der Generalsekretär  Der Arabischen Liga und der EWG-Präsident die „Parlamentarische Vereinigung für eine euro-arabische Zusammenarbeit“, ein aus von den jeweiligen EWG-Regierungen ausgewählten Abgeordneten und Senatoren zusammengesetztes Gremium. Im September folgte eine Konferenz in Damaskus. Im Oktober eine in Rabat ……

Aus: „Die Kraft der Vernunft“  - Kapitel 6