Man höre und staune. “Eine
mittel- und langfristige Politik muss von jetzt ab den Tausch europäischer
Technologie gegen Erdöl und arabischer Arbeitskraft beinhalten. Ein Tausch, der
Petroldollars recycelt, ist sowohl für Europa als auch für Arabien von Vorteil
und führt zu einer völligen Integration beider die Wirtschaften. Oder zu einer
möglichst völligen“. Und weiter: „Die Parlamentarische Vereinigung für die
Zusammenarbeit Europa-Arabien ersucht die europäischen Regierungen spezielle
Massnahmen vorzusehen, welche die Bewegungsfreiheit der in Europa einwandernden
arabischen Arbeiter garantieren, sowie die Sicherung von deren Grundrechten.
(Anm.d.R.: Ich frage mich von welchen
arabischen Arbeitern hier die Rede ist, wo doch Arabien überhaupt keine
Arbeiter hat? Wer in Arabien ein Gebäude errichten will, muss Arbeiter aus
Asien holen, weil es in Arabien keine Bauarbeiter gibt. Die in Europa
eingewanderten muslimischen Arbeiter sind Türken, Tunesier, Algerier,
Marokkaner, d.h. alles andere als Araber). Diese Grundrechte müssen denen der
einheimischen Bürger entsprechen. Ausserdem müssen sie festlegen, dass die
Immigrierten gleichbehandelt werden was die Arbeit, die Wohnung, die
Krankenversorgung, dass Schulwesen, usw. betrifft“. Immer schön unter
Vermeidung der Worte Islam, islamisch, muslimisch, Koran, Mohammed, Allah,
spricht die Resolution von Strassburg auch von den „Notwendigkeiten“, die
entstehen wenn die menschliche Tauschware nach Europa kommt. Vor allem „die
Notwendigkeit, alles zu tun, damit die Immigranten entsprechend ihrer Religion
und ihrer arabischer Kultur leben können“. Dann „die Notwendigkeit mithilfe der
Presse und den Informationsorganen ein den Einwanderern und ihren Familien
freundliches Klima zu schaffen“. Und schliesslich „mithilfe der Medien und der
Akademischen Welt hervorzuheben, welchen Beitrag die arabische Kultur zur
Entwicklung Europas geleistet hat“. Themen, die von der Gemischten
Expertengruppe mit folgenden Worten wieder aufgenommen wurden: „Zusammen mit
dem unabdingbaren Recht ihre Religion zu praktizieren und enge Beziehungen zu
ihren Herkunftsländern zu unterhalten, haben die Immigranten auch das Recht
ihre Kultur nach Europa zu exportieren und dort zu verbreiten“.
(Verstanden?) In Kairo beschloss die
Gemischte Expertengruppe noch etwas
anderes. Sie stellte klar, dass Europa die Zusammenarbeit auf technologischem
Gebiet auch auf andere Gebiete ausdehnen müsse, auf das Gebiet der Banken, der
Finanzwirtschaft, der Wissenschaft, der Atomphysik, der Industrie und des
Handels. Noch schlimmer. Sie legte fest, dass die arabischen Länder sich
verpflichten, nicht nur Arbeiter nach Europa zu schicken (Tauschware), sondern
auch „erhebliche Mengen an Waffen“ in Europa zu kaufen. War es nicht genau in
den 70er Jahren, als die Skandale um illegale Waffengeschäfte ausbrachen? War
es nicht genau in den 70er Jahren als Frankreich begann im Irak eine Atomanlage
zu bauen? War es nicht genau in den 70er Jahren als unsere Städte begannen sich
mit orientalischen „Arbeitern“ zu füllen, mit Windschutzscheibenwäschern an
allen Verkehrsampeln, mit ambulanten Händlern von Bleistiften,
Papiertaschentüchern und Kaugummi? (Ich erinnere mich noch gut, als sie 1978 das
historische Stadtzentrum von Florenz besetzten. „Wann sind die eigentlich
aufgetaucht?“, fragte ich eines Tags den Tabakhändler in Piazza Repubblica.
Dieser breitete die Arme aus und seufzte: „Hm, eins morgens habe ich den Laden
aufgemacht und da waren einfach sie alle da. Meiner Meinung nach wurden sie von
den Schurken unserer Regierung in Einverständnis mit den Scheichs, die für
jeden Tropfen Benzin eine Million verlangen, über Nacht mit dem Fallschirm
abgesetzt). Und war das nicht die Zeit, in der die Araber begannen in Europa alles
aufzukaufen? War das nicht als Gaddafi zehn Prozent von FIAT erwarb? War das
nicht als der Ägypter Al Fayed ein Auge auf das Kaufhaus Harros in London
geworfen hat? Alle kauften alles: Schuhfabriken, Luxus-Hotels, Stahlwerke, alte
Schlösser, Luftfahrtgesellschaften, Buch- und Filmverlage, Traditionsgeschäfte
in Via Tornabuoni und Faubourg Saint-Honoré und
Luxus-Yachten? In einem gewissen Moment wollten sie sogar unser Wasser kaufen.
Es war Yamani, der mir das sagte.
Aus: „Die Kraft der
Vernunft“ - Kapitel 6
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