Die Recomandation
1162 hat Erfolg gehabt. Wenn ich die
Artikel in der deutschen Version von Wikipedia lese, in denen von der Beziehung
zwischen Islam und europäischer Kultur die Rede ist, hat man den Eindruck, dass
Deutschland dasjenige europäische Land ist, das sich am meisten dem Islam
verkauft hat und immer noch verkauft. In keiner anderen Wikipedia-Version
werden die Verdienste und Wohltaten des Islam so stark herausgestrichen wie in
der deutschen. Wahrscheinlich sind die betreffenden Artikel von den
gleichdenkenden Kollegen des Herrn Reinhard Schulze vom Orientalischen Seminar
der Universität Bonn verfasst und bearbeitet worden. Man gewinnt deshalb den
Eindruck, dass in Deutschland das nazistische, proarabische Gedankengut der
Frau Sigrid Hunke noch sehr lebendig ist („Fröhliche Urstände feiert“ kann man
nicht sagen, denn es handelt sich nicht um eine Wiederauferstehung, sondern nur
um die Wiederbelebung einer Strömung, die nie ganz versiegt ist).
Wenn
ein Land wie Frankreich „besondere“ Beziehungen zu islamischen Ländern
unterhält, weil diese früher einmal französische Kolonien waren, ist dies
verständlich, und es ist ebenso verständlich, weshalb heute Frankreich einen
grossen Prozentsatz muslimischer, meist nordafrikanischer Einwohner hat (In einer Umfrage von Le Monde des religions gaben 9
Prozent oder 6 Millionen Personen an, Muslime zu sein.). Aber Deutschland hatte keine Kolonien in
islamischen Ländern. Gute Beziehungen bestanden jedoch seit Kemal Atatürks
Zeiten zur Türkei und im Dritten Reich zu den Arabern, weil diese wie die Nazis
verbissene Antisemiten waren. Ich nehme deshalb an, dass der betonte
Philoislamismus den man in den genannten deutschen Wikipedia-Artikeln findet, ein
Erbe der Nazizeit oder auf Karl May zurückzuführen ist (was dann auch die
Vorliebe der Nazis für die Araber erklären könnte. Dieser Philoislamismus ist
dann auch zu vermuten, wenn man sich dem
Vorwurf ausgesetzt sieht, „islamophob“ zu sein, sobald man den Islam kritisiert.
Und er ist auch hinter dem Wohlwollen zu vermuten, das man in Deutschland den palästinensischen
Arabern entgegenbringt. Und schliesslich ist dieser Philoislamismus auch hinter (oder
neben) dem deutschen Antisemitismus und Antiisraelismus zu vermuten. Philoislamismus
und Antiisraelismus sind somit Geschwister und gehören beide dem Gedankengut
der Sigrid Hunke an. Zur Erinnerung:
Sigrid
Hunke ist (* 26. April 1913 in Kiel; † 15. Juni 1999 in Hamburg) war eine deutsche Religionswissenschaftlerin, Germanistin und
Vertreterin eines unitarischen Neopaganismus, Religionswissenschaftlerin. Vor allem war sie eine richtig vedammte
Nazistin. 1935, gerade zweiundzwanzig Jahre alt, schrieb sie eine Diplomarbeit,
in welcher sie ausführte, dass die Reinigung der Rasse die vordringendste
Aufgabe sei. Mit anderen Worten: die Juden seien auf Schnellste zu eliminieren.
Als treue Erbin von Ludwig Ferdinand Clauss, dem wichtigsten
nationalsozialistischen Historiker, bezeichnete sie in ihrer Doktorarbeit von
1937 Adolf Hitler als „das grösste Vorbild, welches die Geschichte Deutschland
je geschenkt habe“. Am Anfang der 40er Jahre trat sie, zusammen mit ihrer
Schwester dem „Germanischen Wissenschaftseinsatz“ bei, dem
germanisch-wissenschaftlichen Dienst der SS. Ein von Himmler geschaffener und
geleiteter Organismus zur Germanisierung Nordeuropas. Sie war hundertprozentige
Nazistin in den Jahren als die palästinensischen und anderen Araber mit Hitler
eine Allianz eingingen und als der Onkel Arafats, der Grossmufti von Jerusalem,
die Parade der islamischen SS-Einheiten abnahm. Auch noch unmittelbar nach dem
Weltkrieg, als viele Nazis in Nürnberg abgeurteilt, gehenkt oder zu
langjährigen Haftstrafen verurteilt wurden, war sie noch eine stramme Nazistin,
aber sie überstand das alles ohne einen einzigen Kratzer davonzutragen. Und sie
war es auch noch 1960 als sie das Buch „Die Sonne Allahs über dem Westen“
schrieb, ein Buch, in welchem sie, mit dem Ziel Europa seine
jüdisch-christlichen Wurzeln auszureissen, sämtliche Thesen des Dritten Reiches
entstaubte, eingeschlossen jene von der Nützlichkeit, sich mit den Arabern zu
verbinden um den britannischen Imperialismus zu bekämpfen. (Damals nannte sich
der „Antiamerikanismus“ „Antibritannismus“). Schliesslich war sie es auch noch
1967 als sie Kurt Georg Kiesinger auf eine Tour in die arabischen Länder
schickte, um Vorträge in Aleppo, Algier, Tunis, Tripolis und Kairo zu halten,
wo sie der höchste Gerichtshof für islamisches Recht zum Ehrenmitglied
ernannte. Und natürlich war sie es noch 1990, neun Jahre vor ihrem Tod, als sie
für einen islamischen Verlag ihr letztes Buch „Allah ist ganz anders“ schrieb.
Uwe Wienke, Oktober 2014
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