lunedì 17 novembre 2014

Deutschland hat sich verkauft – ein Kommentar


Die Recomandation 1162 hat Erfolg gehabt.  Wenn ich die Artikel in der deutschen Version von Wikipedia lese, in denen von der Beziehung zwischen Islam und europäischer Kultur die Rede ist, hat man den Eindruck, dass Deutschland dasjenige europäische Land ist, das sich am meisten dem Islam verkauft hat und immer noch verkauft. In keiner anderen Wikipedia-Version werden die Verdienste und Wohltaten des Islam so stark herausgestrichen wie in der deutschen. Wahrscheinlich sind die betreffenden Artikel von den gleichdenkenden Kollegen des Herrn Reinhard Schulze vom Orientalischen Seminar der Universität Bonn verfasst und bearbeitet worden. Man gewinnt deshalb den Eindruck, dass in Deutschland das nazistische, proarabische Gedankengut der Frau Sigrid Hunke noch sehr lebendig ist („Fröhliche Urstände feiert“ kann man nicht sagen, denn es handelt sich nicht um eine Wiederauferstehung, sondern nur um die Wiederbelebung einer Strömung, die nie ganz versiegt ist).

Wenn ein Land wie Frankreich „besondere“ Beziehungen zu islamischen Ländern unterhält, weil diese früher einmal französische Kolonien waren, ist dies verständlich, und es ist ebenso verständlich, weshalb heute Frankreich einen grossen Prozentsatz muslimischer, meist nordafrikanischer Einwohner hat (In einer Umfrage von Le Monde des religions gaben 9 Prozent oder 6 Millionen Personen an, Muslime zu sein.). Aber Deutschland hatte keine Kolonien in islamischen Ländern. Gute Beziehungen bestanden jedoch seit Kemal Atatürks Zeiten zur Türkei und im Dritten Reich zu den Arabern, weil diese wie die Nazis verbissene Antisemiten waren. Ich nehme deshalb an, dass der betonte Philoislamismus den man in den genannten deutschen Wikipedia-Artikeln findet, ein Erbe der Nazizeit oder auf Karl May zurückzuführen ist (was dann auch die Vorliebe der Nazis für die Araber erklären könnte. Dieser Philoislamismus ist dann auch zu vermuten, wenn man sich  dem Vorwurf ausgesetzt sieht, „islamophob“ zu sein, sobald man den Islam kritisiert. Und er ist auch hinter dem Wohlwollen zu vermuten, das man in Deutschland den palästinensischen Arabern entgegenbringt. Und schliesslich ist  dieser Philoislamismus auch hinter (oder neben) dem deutschen Antisemitismus und Antiisraelismus zu vermuten. Philoislamismus und Antiisraelismus sind somit Geschwister und gehören beide dem Gedankengut der Sigrid Hunke an. Zur Erinnerung:

Sigrid Hunke ist (* 26. April 1913 in Kiel; † 15. Juni 1999 in Hamburg) war eine deutsche Religionswissenschaftlerin, Germanistin und Vertreterin eines unitarischen Neopaganismus, Religionswissenschaftlerin. Vor allem war sie eine richtig vedammte Nazistin. 1935, gerade zweiundzwanzig Jahre alt, schrieb sie eine Diplomarbeit, in welcher sie ausführte, dass die Reinigung der Rasse die vordringendste Aufgabe sei. Mit anderen Worten: die Juden seien auf Schnellste zu eliminieren. Als treue Erbin von Ludwig Ferdinand Clauss, dem wichtigsten nationalsozialistischen Historiker, bezeichnete sie in ihrer Doktorarbeit von 1937 Adolf Hitler als „das grösste Vorbild, welches die Geschichte Deutschland je geschenkt habe“. Am Anfang der 40er Jahre trat sie, zusammen mit ihrer Schwester dem „Germanischen Wissenschaftseinsatz“ bei, dem germanisch-wissenschaftlichen Dienst der SS. Ein von Himmler geschaffener und geleiteter Organismus zur Germanisierung Nordeuropas. Sie war hundertprozentige Nazistin in den Jahren als die palästinensischen und anderen Araber mit Hitler eine Allianz eingingen und als der Onkel Arafats, der Grossmufti von Jerusalem, die Parade der islamischen SS-Einheiten abnahm. Auch noch unmittelbar nach dem Weltkrieg, als viele Nazis in Nürnberg abgeurteilt, gehenkt oder zu langjährigen Haftstrafen verurteilt wurden, war sie noch eine stramme Nazistin, aber sie überstand das alles ohne einen einzigen Kratzer davonzutragen. Und sie war es auch noch 1960 als sie das Buch „Die Sonne Allahs über dem Westen“ schrieb, ein Buch, in welchem sie, mit dem Ziel Europa seine jüdisch-christlichen Wurzeln auszureissen, sämtliche Thesen des Dritten Reiches entstaubte, eingeschlossen jene von der Nützlichkeit, sich mit den Arabern zu verbinden um den britannischen Imperialismus zu bekämpfen. (Damals nannte sich der „Antiamerikanismus“ „Antibritannismus“). Schliesslich war sie es auch noch 1967 als sie Kurt Georg Kiesinger auf eine Tour in die arabischen Länder schickte, um Vorträge in Aleppo, Algier, Tunis, Tripolis und Kairo zu halten, wo sie der höchste Gerichtshof für islamisches Recht zum Ehrenmitglied ernannte. Und natürlich war sie es noch 1990, neun Jahre vor ihrem Tod, als sie für einen islamischen Verlag ihr letztes Buch „Allah ist ganz anders“ schrieb.

Uwe Wienke, Oktober 2014

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