Ich
will niemanden mit Lektionen aus der Geschichte langweilen, die zu erzählen in
unseren Schulen eine Todsünde wären, aber diese Auffrischung des Gedächtnisses
werde ich, zumindest summarisch, fortsetzen und zwar folgendermassen: Im Jahr
1356, also vierundachtzig Jahre nach dem Achten Kreuzzug, eroberten die Türken
Gallipoli, eine Halbinsel, die sich über hundert Kilometer am Nordufer der
Dardanellen ersteckt. Von dort machten sie sich auf Südosteuropa zu erobern und
in kürzester Zeit unterwarfen sie sich Thrakien, Mazedonien, Albanien, beugten
Grossserbien und mit einer weiteren
Belagerung lähmten sie fünf Jahre lang Konstantinopel, welches vom Rest Europas
vollständig isoliert war. Im Jahr 1396 hielten sie zwar in ihrem Lauf inne, um
sich gegen die Mongolen zu wenden (die ihrerseits islamisiert worden waren),
aber im Jahr 1430 nahmen sie ihren Marsch wieder auf und besetzten
Thessaloniki, das damals venezianisch war. Indem sie 1444 das christliche Varna
überrannten, sicherten sie sich den
Besitz der Walachei und von Transsilvanien, kurz, das gesamte Territorium,
welches das heutige Bulgarien und Rumänien bildet. Im Jahr 1453 belagerten sie
wiederum Konstantinopel, das am 29. Mai in die Hand Mohammeds II fiel: eine
Bestie, die aufgrund des islamischen Gesetzes über den Brudermord (Gesetz, das
einem Sultan erlaubte, aus dynastischen Gründen seine nächsten Angehörigen
umzubringen) auf den Thron gelangt war indem er seinen dreijährigen Bruder
erdrosselte. Übrigens: kennst du die Bericht des byzantinischen Geschichtsschreibers
Georgios Sphrantzes über den Fall von Konstantinopel? Vielleicht
nicht. Im Europa, das nur weint, wenn es sich um Muslime handelt, aber nie wenn
Christen oder Juden, Buddhisten oder Hinduisten betroffen sind, ist es nicht
„politically correct“ die Details des Falles von Konstantinopel zu erzählen. Als
es Abend wurde und während Mohammed II die Stadtmauern des Theodosios mit
Kanonen beschiessen liess, versammelten sich die die Einwohner in der
Kathedrale der Heiligen Sophie, sangen Psalmen und riefen die Barmherzigkeit
Gottes an. Bei Kerzenschein zelebrierte der Patriarch die letzte Messe und um
die terrorisierten Menschen etwas aufzurichten, rief er ihnen zu: „Habt keine
Angst! Morgen werdet ihr alle im Himmelreich sein und eure Namen werden auf
Ewigkeit erinnert werden“. Die terrorisierten Kinder weinten und ihre Mütter
redeten ihnen gut zu: „Still, mein Kind, still. Wir sterben für unseren
Glauben, für unseren Kaiser Konstantin XI und für unser Vaterland“. Unter Trommelwirbeln drangen die ottomanischen
Truppen durch die in die Mauern geschlagenen Breschen in die Stadt ein, machten
mit ihren Krummsäbeln die genuesischen und venezianischen Verteidiger nieder
und erschlugen alles, was sich ihnen entgegen stellte. Dann drangen sie in die Kathedrale ein, wo sie selbst
den Säuglingen die Köpfe abschlugen. Zu ihrer Unterhaltung löschten sie dann
mit den abgeschlagenen Köpfen die Osterkerzen….. Das Massaker dauerte vom
Morgen bis zum Nachmittag. Es fand erst sein Ende als der Grosswesir die Kanzel
der Kathedrale bestieg und den Schlächtern zurief: „Ruht aus. Dieser Tempel
gehört jetzt Allah!“.
Zur
selben Zeit brannte die Stadt, und die Soldateska kreuzigte uns pfählte, die
Janitscharen vergewaltigten die Nonnen und schnitten ihnen dann die Kehlen
durch (viertausend in wenigen Stunden). Oder sie legten den Überlebenden Ketten
an um sie auf dem Markt von Ankara zu verkaufen. Die Höflinge hingegen bereiteten ein Sieges-Festmahl.
Jenes Festmahl bei welchem Mohammed II sich mit zyprischen Wein betrank (beim
Barte des Propheten) und, weil er Schwäche für kleine Jungen hatte, sich den erstgeborenen Sohn des
griechisch-orthodoxen Grossherzogs von Notara bringen liess. Ein
Vierzehnjähriger, der weithin für seine Schönheit bekannt war. Vor allen
Anwesenden vergewaltigte er ihn und nach dem er ihn vergewaltigt hatte liess er
sich alle Verwandten des Jungen bringen. Die Eltern, die Grosseltern, die
Tanten und die Onkel, die Cousins und die Cousinen und liess sie alle vor den
Augen des Jungen köpfen. Einen nach dem anderen. Er liess sämtliche Altäre
zerstören, alle Glocken einschmelzen und alle Kirchen in Moscheen oder
Kaufhäuser umwandeln. Genauso. Das war die Art, auf welche aus Konstantinopel
Istanbul gemacht wurde. Aber die Dudù der UNO und die Lehrer unserer Schulen
wollen solche Geschichten nicht hören.
[Anm.d.Red.
Ähnlichkeiten mit heutigen Vorfällen im Irak und in Syrien sind rein zufällig,
denn schliesslich ist der Islam, wie alle sagen, eine friedliche Religion.]
Aus: „Die Kraft der Vernunft“ - Kapitel 1
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