Der Europäische Haftbefehl* hätte
nur für Vergehen und Verbrechen gelten sollen wie Terrorismus, Tötung, Menschenhandel,
Drogenhandel, sexuelle Ausnutzung von Kindern, Pädophilie, unerlaubten Handel
mit Waffen und nuklearem und radioaktiven Material. Aber man staune, nur acht
Tage nach dem Elften September, also genau als man über den Kampf gegen den
Terrorismus debattierte, fügte die unsägliche
Europäische Kommission der Liste noch die Vergehen Rassismus,
Fremdenfeindlichkeit, Gotteslästerung und Diskriminierung aus rassistischen
Gründen hinzu, d.h. Meinungsvergehen, welche die islamfreundliche Europäische
Union als strafbar ansieht. Wenn also der Europäische Haftbefehl von Italien
unterschrieben werden sollte [Anm. der Red.: Italien hatte damals noch nicht
unterschrieben], wird jeder, der so denkt wie ich zu einem internationalen
Mastro Cecco [Anm. d. Red.: Mastro Cecco, eigentlich Fra‘ Accursio, war ein
Florentiner Häretiker, der 1328 auf dem Scheiterhaufen endete], zu einem
Ketzer, der zu jedem beliebigen Moment und an jedem beliebigen Ort wie ein
Verbrecher verhaftet werden kann. Verhaftet und an dasjenige Land ausgeliefert
werden kann, welches auf Antrag eines beleidigten Muslims oder auf Betreiben
eines „politisch korrekten“ Staatsanwaltes den Haftbefehl erlassen hat. Er kann
ausgeliefert oder (wie die Gesetzesnorm sagt) „in bis zu vier Monaten Präventivhaft gehalten werden. Er kann ausgeliefert und gemäss
den in Europa geltenden Gesetzen abgeurteilt werden, Gesetzen, die bekanntlich
auf zweierlei Art ausgelegt werden wie das Wort „Friede“. Und man kann sicher
sein, das man immer einen Grund finden wird, um ihn zu verurteilen. Wenn du
deine Meinung über den Vatikan, die Katholische Kirche, den Papst, die Jungfrau
Maria, über Jesus und über die Heiligen sagst, passiert dir nichts. Wenn du aber
deine Meinung über den Islam, den Koran, Mohammed und die Söhne Allahs
aussprichst, dann bist du sofort ein Rassist, ein Fremdenhasser, ein
Gotteslästerer und begehst eine rassistische Diskriminierung. Wenn du einem
Chinese, einem Eskimo oder einem Finnen einen Tritt in die Genitalien versetzt,
weil er in dich auf der Strasse sexuell belästigt hat, passiert dir nichts, im
Gegenteil manche rufen dir vielleicht sogar zu „Gut gemacht“. Aber wenn du
unter gleichen Umständen auf die gleiche Weise reagierst, und es handelt sich
um einen Algerier, einen Marokkaner, einen Nigerianer oder einen Sudanesen,
wirst du gleich gelyncht. Wenn du die
Amerikaner beschimpfst und sie Mörder
und Feinde der Menschheit nennst, ihre
Fahnen verbrennst und auf die Bilder ihrer Präsidenten Hakenkreuze schmierst,
oder, noch besser über da Attentat vom Elften September jubelst, dann passiert
dir nichts. Im Gegenteil, es wird dir als ehrenvoll ausgelegt. Wenn du aber das
Gleiche gegen den Islam machst, dann kommst du ins Gefängnis. Wenn du ein
Westler bist und sagst, dass deine Kultur eine höher stehende Kultur ist, die
höchst entwickelte, die der Planet je hervorgebracht hat, dann droht dir der
Scheiterhaufen. Wenn du aber ein Sohn Allahs oder einer seiner Kollaborateure
bist und sagst der Islam sei schon immer eine Hochkultur gewesen, ein
Leuchtturm der Zivilisation, wenn du dann gemäss den Lehren des Koran
hinzufügst, dass die Christen wie Ziegen, Schweine und Affen stinken, greift dich
niemand an, keiner macht dir den Prozess und keiner verurteilt dich.
Im
Übrigen ist das auch bei der UNO so. Jener UNO, von der die Dummköpfe und
Heuchler immer mit dem Hut in der Hand sprechen, so als ob sie eine Sache sei,
die Achtung gebietet, eine Art gute, ehrbare und unparteiliche Mutter. („Wenden
wir uns an die UNO“, „Lassen wir die UNO intervenieren“, „Überlassen wir es der
UNO zu entscheiden“). Jene UNO, die in Missachtung der „Allgemeinen
Erklärung der Menschenrechte“, welche die islamischen Länder nie unterschrieben
haben, 1997 eine „Allgemeine Erklärung der Menschenrechte im Islam“
veröffentlicht. Schon im Vorwort dieses Dokuments heisst es: „alle in der
nachfolgenden Erklärung festgelegten Rechte sind dem Islamischen Gesetz, der
Scharia, untergeordnet. In den islamischen Ländern ist die Scharia, und nur sie,
die einzige Grundlage der Rechtsprechung, auch was die Menschenrechte betrifft.
Jene UNO, die im November 1997 mithilfe seiner scheinheiligen Commission on Human Rights in Genf ein Seminar mit dem Titel „Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte aus islamischer Sicht“ organisiert hat.
Das Seminar schloss mit dem Appell nicht nur „die Allgemeinen Menschenrechte um
die islamische Sicht zu erweitern“, sondern auch an den Beitrag zu erinnern,
„den der Islam zur Entwicklung dieser Allgemeinen Menschenrechte geleistet
hat“. (Laut der Islamischen Konferenz, handelt es sich um Rechte, mit denen der
Islam stets die Völker geleitet hat, „um sie dem Dunkel zu entreissen, sie zu erleuchten
und ihnen zu erklären, dass man sich Gott unterwerfen müsse, so wie es der
Koran und die Sunna verlangen).
Jene UNO, die 1999 den Sonderberichterstatter der UN Commission on Human
Rights, Maurice Glèlè, zensuriert hat, weil dieser fünfundzwanzig Seiten seines
Berichts dem in den arabischen Ländern und im Iran verbreiteten Antisemitismus
gewidmet hatte. Jene UNO, in der der pakistanische Botschafter, ohne auf Widerspruch
zu stossen, sagen durfte, dass „die erste Charta der Menschenrechte der Koran
gewesen sei und die erste Menschenrechtserklärung von Mohammed in Medina verfasst
worden sei“. Jene UNO, die in unverschämter Weise die schmutzige Diktatur der
islamischen Fundamentalisten im Sudan in Schutz nimmt, und die niemals dem
Führer der Sudanesischen Befreiungsbewegung, dem Christen John Garang erlaubt
hat, in einer Komission und im Plenum den Mund aufzutun. Jene UNO, die,
zusammen mit der Europäischen Union, das Verbrechen der „Islamophobie“ und der
„Diffamierung des Islam“ erfunden hat. Nicht aus Zufall habe ich auch dort
einen Fra‘ Accursio.
Mein Fra‘
Accursio in der UNO ist der Senegalese Doudou (sprich Dudù), der schon ein
grosses Tier in der seinerzeitigen Sowjetunion gewesen war. Im Jahr 2002 wurde er
Spezialberichterstatter der UN Commission on Human Rights, eine Stellung, die
der Brasilianer Maurice Glèlè Ahanhanzo gehabt hatte, der jedoch ersetzt worden
war, weil sich nicht „politically correct“ verhalten hatte. Und man rate, wie
dieser Dudù seine Rolle ausfüllt: er sucht und meldet der UN Commission on
Human Rights alle Fälle von Islamophobie, unter welcher „seit dem Elften
September die Moslems in Amerika und in Europa zu leiden haben“. Kontinente, in
denen, seiner Meinung nach, „muslimische Frauen, Alte und Kinder ununterbrochen
die Opfer von physischen und verbalen Angriffen und folglich terrorisiert
sind“. Basierend auf dieser Verleumdung hat er einen Bericht erstellt, den er
im Verlauf des Jahres 2004 der Commission on Human Rights in Genf vorlegen
wird, damit diese einen Moralisches Gerichtsverfahren einleitet. Und weisst du,
wer, seiner Meinung nach hinter dieser Welle von Islamophobie steht? In Amerika
sind es das Haupt der Evangelischen Kirchen, weil diese die islamische
Sklavenhalterei im Sudan bekämpfen, die von Samuel Huntington geführten sechzig
Intellektuellen, die den offenen Brief „Für was wir kämpfen“ unterzeichnet
haben, sowie der Baptistenpfarrer Rev. Jerry Falwell, der die Zehn Gebote
verteidigt und Herr Pat Robertson, Gründer des christlichen Radiosender CBN.
In Europa sind es „die Intellektuellen, die gegen die Immigration Stellung
nehmen, die gegen den kulturellen Pluralismus sind, den Islam anklagen und
behaupten, der Islam sei inkompatibel mit dem Laizismus, und auf diese Weise
die internationale Ordnung aushebeln wollen“. Dieses Aushebeln wird, so sagt
er, angeführt von Oriana Fallaci und zwei Franzosen: Pierre Manent und dem Philosophen
Alain Finkielkraut. Die Fallaci, weil sie sagt, was sie sagt. Manent, weil er
sich gegen einen Dialog mit dem Islam ausgesprochen und gesagt hat, die Muslime
sollten dort bleiben, wo sie zuhause sind. Und Finkielkraut, weil er mich nach
dem Erscheinen von „Die Wut und der Stolz“ verteidigt hat indem er sagte, „weit
davon entfernt rassistisch zu sein, verlangt dieses Buch der Realität ins
Gesicht zu sehen; es bricht frei und ohne Ängstlichkeit mit den gängigen
Tabus“.
Aber dieser
Bericht ist nur ein kleiner Teil des Autodafés,welches das ehemalige grosse
Tier der sowjethörigen UNESCO schon seit Langem ausgelöst hat. In Genf wird
Dudù das Inquisitionsbüro der UNO bitten eine Kulturpolitik zu entwickeln,
welche die islamfeindlichen Ideologien ausmerzt, und einen Weltkongress
einzuberufen, um die Art und Weise zu überwachen, in welcher im Westen
Geschichte geschrieben und gelehrt wird”.
*Europäischer
Haftbefehl
Unter der Voraussetzung, dass die
Straftaten im Ausstellungsmitgliedstaat mit einer Freiheitsstrafe von
mindestens drei Jahren bedroht sind, kann bei u.a. folgenden Straftaten eine
Übergabe ohne Überprüfung des
Vorliegens der beiderseitigen Strafbarkeit erfolgen:
Terrorismus, Menschenhandel, Korruption, Beteiligung an einer kriminellen
Vereinigung, Geldfälschung, Tötung, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit,
Vergewaltigung, Handel mit gestohlenen Kraftfahrzeugen und Betrugsdelikte,
einschließlich Betrug zum Nachteil der finanziellen Interessen der Europäischen
Gemeinschaften.
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