lunedì 17 novembre 2014

Der Islam ein Vorbild für Europa


In diesen hundertfünfundachtzig Seiten sehe ich nur einen einzigen Helden: den Norweger Abgeordneten Hallgrim Berg, der am darauffolgenden fünften September an der Vollversammlung in Strassburg, die gerade dabei war, den Tagungsbericht abzusegnen, um das Wort bat, und den, wie ich hoffe unbewussten, Jüngern der Sigrid Hunke, eine Abreibung zu versetzen. „Meine Herren“, sagte er, „Wir sind dabei uns etwas vorzumachen. Dieser Bericht ist kein Rückblick auf die islamische Kultur und ist nicht so unschuldig wie er daherkommt. Er ist es vor allem deshalb nicht, weil er kein Wort über die verabscheuungswürdige Behandlung verliert, welcher die Frauen in der islamischen Kultur ausgesetzt sind. Diese Tatsache wird von euch völlig übergangen, völlig verschwiegen unter dem Vorwand, dass der Westen über den Islam immer einen Haufen Lügen verbreitet habe. Und ich werde niemals einen Bericht akzeptieren, der, anstatt Stellung zu dem Drama der muslimischen Frauen zu nehmen, diese verschweigt. Ich werde nie einem Bericht zustimmen, der, anstatt das Thema der Menschenrechte im Islam aufzugreifen, diesem ausweicht und, obwohl er die Menschenrechte erwähnt, nicht deren Beachtung im Islam fordert. Ein Bericht, der im Übrigen die Wahrheit über das Palästinenserproblem verschweigt, sowie die Ausbreitung des islamischen Fundamentalismus und der die negativen Seiten des Islam ausklammert. Dialog Euro-Arabien? Der Eure ist kein Dialog. Es ist ein Monolog, in welchem im Namen des liberalen Denken, und der intellektuellen Grosszügigkeit, die Dinge einseitig dargestellt werden. Und das ist alles. Aber das liberale Denken und die  intellektuelle Grosszügigkeit funktionieren nicht, wenn sie nur auf der einen Seite zu finden sind. Ihr fordert zum Beispiel, dass alle diejenigen Schultexte aus dem Verkehr gezogen werden, in denen nicht von dem Beitrag die Rede ist, den der Islam zur kulturellen Entwicklung Europas geleistet hat. Und was machen die anderen? Haben wir vielleicht irgendeinen Grund anzunehmen, dass die andere Seite das Gleiche macht, d.h. in den islamischen Ländern den immensen Beitrag erklärt, welchen das Christentum und das westliche Denken überall in der Welt zur Entwicklung beigetragen haben? Ihr verlangt, dass wir in unser Unterrichtssystem, in unseren Universitäten, und speziell in den Rechtswissenschaften das islamische Recht lehren. Und was macht die andere Seite? Haben wir vielleicht irgendeinen Grund anzunehmen, dass sie nun unsere Gesetze und unsere Denkansätze in ihr Jurastudium aufnehmen wird? Meine Herren, Ihr Bericht ist kein kulturelles Dokument. Es ist ein politisches Dokument, dass nur dazu dient, die Interessen des Islam in Europa zu stützen. Im Namen der Demokratie beantrage ich, den Bericht zu überarbeiten, zu diskutieren und zu korrigieren ….“. Aber dieser Antrag ging ins Leere. „Herr Berg, Sie müssen zugeben, dass wir Ihnen sehr entgegengekommen sind. Wir hatten Ihnen fünf Minuten zugebilligt und diese fünf Minuten sind schon lange vorbei“, schaltete sich  an diesem Punkt der Präsident der Versammlung ein. Dann liess er über den Antrag Bergs abstimmen. Dieser wurde einstimmig abgelehnt und ebenso einstimmig wurde der Bericht gutgeheissen. Aus ihm wurde die “Recomandation 1162 sur la Contribution Islamique à la Culture Européenne”, eine Posse, die noch tolerantere Normen in Sachen Immigration vorschlug, dazu einlud, alle Lehrtexte zu überarbeiten oder entfernen, die nicht in gehörig ehrerbietiger Weise den Islam behandeln. Lud ausserdem dazu ein, das Koranstudium in das Jurastudium zu integrieren sowie in die Fächer Theologie, Philosophie und Geschichte. Nicht von ungefähr hing Herr Berg die Politik dann an den Nagel. Er verliess Strassburg und kehrte in seine norwegische Heimat zurück und drohte jeden von den Klippen ins Meer zu werden, der ihn an Mohammed und das Europäische Parlament erinnern würde. Er zog sich in einen Wald über dem Fjord von Nordkinnhalvaya zurück. Aber nicht einmal dort fand er Ruhe, der Ärmste.  Denn genau in seinem Norwegen, wurde ein paar Jahre später ein Film mit dem Titel „The Thirteenth Warrior“ (Der Dreizehnte Krieger) gedreht, eine Art mittelalterlicher Saga, die, finanziert von den „Politically Correct“, einen Helden hat, der von einem andalusischen Schauspieler gespielt wird, der vorher schon in der Rolle des jungen Sozialisten Mussolini im Kino zu sehen war: Antonio Banderas. Und wisst ihr wer der dreizehnte Krieger war? Ein wunderschöner, äusserst milder und barmherziger und natürlich sehr frommer Muslim, den es in Begleitung seines nicht weniger perfekten Erziehers (Omar Sharif) in die Fjorde von Nordkinnhalvaya verschlägt. Dort begegnet er zwölf etwas einfältigen und ungebildeten Blondlingen, also ungläubigen Hunden, die, um sich von  einem noch barbarischeren Feind zu befreien, auf seine islamische Tapferkeit angewiesen sind. Und aus reiner Seelengrösse, eine Grösse, die natürlich seinen islamischen Tugenden entspringt, schliesst er sich ihnen an. Zusammen mit den zwölf Blondlingen befreit er das Dorf, stiftet Frieden und Kultur, dann steigt er wieder zu Pferde. Er trifft Omar Sharif wieder, der als muslimischer Pazifist betend in einer Höhle geblieben war. Er nimmt eine norwegische Schönheit mit sich, dazu bestimmt, seine erste Ehefrau von vieren zu werden, und reitet der Sonne entgegen. Der Sonne Allahs, die den Westen erleuchtet. Dem Leuchtturm  der Welt.

Ich weiss nicht, ob Herr Berg sich je vom Trauma des „Dreizehnten Kriegers“, der in  Nordkinnhalvaya gelandet war, erholt hat. Auf jeden Fall weiss ich, dass bei den folgenden Tagungen die Einladung der „Recomandation 1162“ auf die Gebiete der Philologie, der Sprachwissenschaften, der Wirtschaftswissenschaft, der Landwirtschaft und der politischen Wissenschaften ausgedehnt wurde, und sogar auch die technischen Fächer. Der Ruf nach Schaffung von euro-arabischen Universitäten in allen Ländern Europas, nach mehr islamischen Büchern, Zeitschriften, Radio- und Fernsehsendungen wurde verstärkt „um den Schlechtinformierten die Augen zu öffnen“. Und das Ergebnis kann man täglich sehen. Im letzten Sommer veröffentlichte eine römische Tageszeitung einen Bericht über die Einweihung der Moschee von Granada. Mehr als ein Bericht war es eine Lobhudelei à la Sigrid Hunke, in der begrüsst wurde, dass nach fünfhundert Jahren die Andalusier endlich wieder die Stimme eines Muezzin hören konnten. Man erinnerte daran, dass im Jahre 1492 die Königin Isabella von Kastilien nicht nur die Riconquista abgeschlossen hat, d.h. die Mauren aus Spanien gejagt hat, sondern auch die Reise finanziert hat, die Christoph Kolumbus nach Indien bringen sollte. Die Lobhudelei schloss mit folgenden Worten: „Die Reise gelang, aber er entdeckte dabei auch Amerika. Und jetzt leben wir in einer Welt, die immer noch unter dem Erfolg der beiden Unternehmungen leidet“.  

Aus: “Die Kraft der Vernunft”  - Kapitel 7

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