lunedì 17 novembre 2014

Eurabien


Nein, ich habe diesen entsetzlichen Ausdruck nicht erfunden. Dieses grauenhafte Neuwort, das aus einer Verbindung von Europa und Arabien entstanden ist. „Eurabien“ ist (war) der Name einer Zeitschrift, die im Jahr 1975 von den offiziellen Gehilfen der Verschwörung gegründet wurde: von der Association France-Payes Arabes in Paris, der Middle East International Group in London, der Groupe d’Études sur le Moyen Orient in Genf und dem Europäischen Koordinationskomitee der Vereine zur Förderung der Freundschaft mit der arabischen Welt. Dieses Komitee, wurde von dem Organismus konstituiert, der sich seinerzeit EWG, Europäische Wirtschafts-Gemeinschaft, nannte, und der sich heute „Europäische Union“ nennt. Im Übrigen sind es nicht meine Beweise, die ich hier vortragen werde. Fast alle stammen aus der aussergewöhnlichen Untersuchung von Bat Ye’or (Pseudonym von Giselle Littmann), welche die grossen Kennerin des Islam und Autorin des Buches „Islam and Dhimmitude”, im Dezember 2002 im  Osservatoire du Monde Juif“ veröffentlicht hat. (Dhimmitude bedeutet „Unterwerfung unter Allah, Dienstknechtschaft“, und Bat Ye’or“ bedeutet „Tochter des Nils“). „Ah, wenn es mir gelänge zu beweisen, das Troia wegen der Schuld der Kollaborateure brennt“, rief ich eines Tages aus und erklärte ihr, dass ich diese Schwätzer nunmehr Kollaborateure nenne. „Einfach“, antwortete mir Bat Ye’or und schickte mir die aussergewöhnliche Studie (sie wohnt in der Schweiz), und diese zu lesen war wie den Deckel von einem Topf zu heben, dessen Inhalt du zwar nicht kennst, aber dessen Gestank du schon gerochen hast.

Tatsächlich enthielt die Studie alle Ungereimtheiten der 70er Jahre, alle Fehltritte der neun EWG-Länder. Um einen Anfang zu machen: das Frankreich des Gaullisten Pompidou, ein von dem üblichen Eifer besessenes Frankreich Europa zu napoleonisieren , und das Deutschland des Sozialdemokraten Willy Brandt. Ein durch eine Mauer getrenntes, aber wiedererwachtes Deutschland, wie ehedem bereit, anderen seine Diktate aufzuzwingen. Und hinter diesen beiden, als Schleppenträger, die Vasallen und Komparsen. Unter diesen Komparsen ein heruntergekommenes und kraftloses England, das nicht mehr in der Lage ist, seine Führerrolle wahrzunehmen sowie ein streitsüchtiges halbsozialistisches Irland, das zwar nichts mehr zählt, sich aber aufführt als zählte es etwas. Unter den Vasallen ein linkslastiges und lausbubenhaftes Holland, ein in sich zurückgezogenes und verwirrtes Dänemark, ein verzweifelt fügsames Luxemburg, dessen Herz im Grunde noch kleiner ist als seine winzige Fläche, ein ewig am Rockschoss Frankreichs hängendes Belgien und ein von den Sozialkommunisten fanatisiertes Italien, das sich aber gleichzeitig den Christdemokraten unterworfen hat. Strippenzieher der horrenden Verbindung, die rasch in die Trostlosigkeit des Historischen Kompromisses ausmünden sollte, war der Araberfreund Andreotti, der den Orangensafttrinkern noch nicht die Moschee in Rom versprochen hatte, der aber mindestens so viel Orangensaft trank wie die in Arafat verliebten Kommunisten.  Nicht per Zufall machte dieser den Taufpaten der italo-libyschen Bank UBAE (Union der Arabisch-Europäischen Banken), der Bank, die für ihre schmutzigen Geschäfte mit Muammar al-Gaddafi bekannt ist. Schauen wir nun, was die Studie von Bat Ye’or zu sagen hat.

Sie sagt, dass das schon reife Ei der Verschwörung befruchtet wurde vom Spermatozoon (sie nennt es Abzugshahn, Sprengkapsel) des 16. und 17. Oktobers 1973, d.h. von der Konferenz, die während des Jom-Kippur-Krieges, bzw. Ramadan-Krieges Vertreter der OPEC (Saudi Arabien, Kuwait, Iran, Irak, Katar, Abu Dhabi, Bahrein, Algerien, Libyen usw.) in Kuwait City vereinte, wo ipso facto der Erdölpreis vervierfacht wurde. Das Barrel Rohöl stieg von zwei Dollar und 46 Cent auf neun Dollar und 60 Cent; das Barrel raffiniertes Erdöl auf zehn Dollar und 46 Cent. Dann kündigten sie an, dass sie ihre Förderung drosseln würden und zwar monatlich um 5 Prozent, sprachen ein Embargo aus gegen die USA, sowie gegen Dänemark und die Niederlande und erklärten, dass diese Massnahme ausgedehnt werden könne auf alle, die nicht auf ihre politischen Forderungen eingehen würden. Auf welche Forderungen? Rückzug Israels aus den besetzten Gebieten, Anerkennung der Palästinenser, Anwesenheit der OLP bei allen Friedensgesprächen, Anwendung des in der UNO-Resolution 242 enthaltenen Prinzips (jenes, das auf einem Einweg-Pazifismus beruht, d.h. die arabischen Länder begünstigt und Landnahmen mittels kriegerischen Handlungen verbietet). Und siehe, die neun EWG-Länder liessen sich glatt erpressen. Achtzehn Tage später trafen sie Brüssel zusammen und in wenigen Augenblicken unterzeichneten sie ein Dokument in dem sie proklamierten, Israel müsse sich sofort aus den besetzten Gebieten zurückziehen, die OLP und Arafat seien in alle Friedensverhandlungen einzubeziehen und das in der UNO-Resolution 242 enthaltene Prinzip sei sakrosankt. Am 26. November fand ein Treffen von Pompidou und Brandt statt, das intimer war, als es sich Deutschland zu Zeiten Vichis erlaubt hat. Von Panik gepackt beschlossen sie, dass man ein Gipfeltreffen arrangieren müsse um den Dialog mit der arabischen Welt aufzunehmen. Und nicht nur das, sondern man müsse die Grundlagen für eine solide Freundschaft mit der Arabischen Liga schaffen, worauf sie dann ihre Kollegen informierten …. Und angefangen mit den Italienern zeigten sich alle einverstanden. Und tatsächlich, nur wenige Tage später wurde der Dialog in Anwesenheit der OPEC-Scheichs mit einem Gipfeltreffen in Kopenhagen eröffnet. Und im folgenden Sommer wurden die Gespräche und Konferenzen in fast skandalöser Hast fortgesetzt. Im Juni 1974 wurde im Rahmen einer Bonner-Konferenz ein Programm erstellt. Im Juli konstituierten in Paris der Generalsekretär  Der Arabischen Liga und der EWG-Präsident die „Parlamentarische Vereinigung für eine euro-arabische Zusammenarbeit“, ein aus von den jeweiligen EWG-Regierungen ausgewählten Abgeordneten und Senatoren zusammengesetztes Gremium. Im September folgte eine Konferenz in Damaskus. Im Oktober eine in Rabat ……

Aus: „Die Kraft der Vernunft“  - Kapitel 6

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