Vor drei Monaten widmete ich
dieses Buch den Toten von Madrid (koordinierte
terroristische Angriffe vom 11. Marz 2004 auf Pendlerzüge, bei denen 191 Menschen ums Leben
kamen (davon 177 sofort im Augenblick der Attentate) und 2057 Personen verletzt
wurden). Seither hat sich die Liste der von den Feinden unserer Kultur
ermordeten Menschen sehr vergrössert. Diese Widmung gehört deshalb erweitert.
Ich widme es nun auch Nick
Berg, das mit einem Halal-Metzgermesser von den Grünen Brigaden Mohammeds
enthauptete Lamm. Grünen Brigaden Mohammeds sind eine der barbarischen Banden,
welche von den falschen Pazifisten, d.h. von den Kollaborateuren, den
Verrätern, respektiert , unterstützt und „Kämpfer des iranischen Widerstandes“
bezeichnet werden.
Ich widme es Paul Johnson, dem
auf die gleiche Art in Riad von der saudischen Al Quaida-Bande enthaupteten
Ingenieur.
Ich widme es Kim Sun, dem
südkoreanischen Übersetzer, der von den gleichen Leuten auf die gleiche Art
ermordet wurde.
Ich widme es dem amerikanischen
Journalisten David Pearl, einem der ersten Opfer von deren Grausamkeit, das
ebenfalls geköpft wurde.
Ich widme es allen
amerikanischen, englischen, kanadischen, dänischen, französischen, polnischen,
deutschen, japanischen, russischen, koreanischen, türkischen Bürgern, die jeden
Tag im Irak entführt und denen man oft wie Schweinen die Gurgel durchschneidet
um sie dann an irgend einem Strassenrand wie Abfall liegen zu lassen.
Ich widme es den Marines, deren
Leichen verstümmelt, misshandelt und dann in Stücken ausgestellt werden,
während das Bin Laden und Saddam Hussein hörige Gesindel vor lauter Freude
johlt.
Und das alles geschieht, ohne
dass sich die falschen Pazifisten darüber empören so wie sich alle
zivilisierten Menschen über die Misshandlungen empört haben, die im Gefängnis
von Abu Guraib vorgekommen sind.
Ich widme es allen Geschöpfen,
welche die Kinder Allahs mit ihren
Selbstmordattentaten massakrieren; i widme es unseren Toten von Nassiriya*, den
italienischen Soldaten, welche unsere ds Zynismus- und Lügenexperten
„Besatzungstruppen“ nennen.
Ich widme es dem Soldaten des
Regimentes „San Marco“ Matteo Vanzan, der fiel als er seine Kaserne
verteidigte. Ich widme es dem Koch Antonio Amato, der von barbarischen Horden
getötet wurde als er seine friedliche Arbeit in Saudi-Arabien ausübte .
Ich widme es dem einstigen
Bäcker Fabrizio Quattrocchi, der
unsere feigen Verräter dadurch beschämt hat, indem er seinen Mördern zurief:
“Jetzt zeige ich euch wie ein Italiener stirbt“. Seine Leiche wurde streunenden
Hunden zum Frass überlassen, die sie bis zur Unkenntlichkeit zurichteten.
Jenem Fabrizio Quattrocchi, dessen
politische Ideen ich mein ganzes Leben lang bekämpft habe, die aber von nicht
wenigen Parlamentsabgeordneten vertreten werden, haben unsere ängstlichen
Institutionen ein Staatsbegräbnis verweigert und sogar eine Aufbahrung auf dem Kapitol in Rom,
die jedem verstorbenen Filmschauspieler gewährt wird. An der Trauerfeier für
diesen heroischen Sohn des Volkes nahmen weder der Staatspräsident noch der
Bürgermeister seiner Heimatstadt teil, und nicht einmal die Angehörigen der
drei Geiseln, die mit ihm zusammen entführt worden waren.
Ich
widme es auch den achthunderttausend Italienern, die, trotz des stummen Vetos
der Weicheier an der Macht, in diesen drei Monaten mein Buch gekauft und es bei
Tageslicht gelesen haben, nicht im Dunkel der Katakomben, im feigen Schweigen,
das der intellektuelle Terrorismus gebiert, nicht in der Furcht, mit der der
neue, rote oder schwarze, oder grüne oder weisse oder regenbogenfarbige
Faschismus die Gehirne wäscht und die Gewissen ausschaltet. Ich widme es allen
denen, die guten Glaubens in Blindheit, in Taubheit, im Unwissen und in der
Gleichgültigkeit dahinvegetieren, aber bereit sind aufzuwachen um etwas
gesunden Menschenverstand wiederzuerlangen, etwas Vernunft, und mit der
Vernunft etwas Mut, und mit dem Mut, etwas Würde. Eine Sache, die wir sehr
nötig haben. Und immer mehr, denn wir befinden uns in einem Krieg, der uns
erklärt wurde und der von Stunde zu Stunde eskaliert. Und uns erwarten noch
viel härtere Tage.
(*Das Attentat im Nassirija vom
12. November 2003 forderte 28 Tote, davon waren 19 Italiener und 9
Iraker, alle waren Teilnehmer an der “Operation Antica Babilonia”, die
ihrerseits ein Teil der „Operation Iraq Freedom" (OIF) war).
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