Ja, wir haben sie ihnen
verkauft (unsere Werte, unsere Identität usw.). Und zwar seit dreissig Jahren
verkaufen wir sie ihnen und wir verkaufen sie ihnen immer noch. Wir verkaufen
sie ihnen durch die ängstlichen und unfähigen Regierungen, die ein doppeltes
Spiel spielen und die ihr Mäntelchen immer nach dem Wind hängen. Wir verkaufen
sie ihnen durch die Opposition, die ihre laizistische und mehr oder weniger
revolutionäre Tradition verrät und verleugnet. Wir verkaufen sie ihnen durch
unsere sogenannten Justizbehörden, d.h. durch unsere aufgeblasenen und
publizitätssüchtigen Richter und Staatsanwälte. Wir verkaufen sie ihnen durch unsere
Zeitungen und Fernsehsendungen, die, weil es ihnen nützt oder aus purer
Feigheit, ihren „politisch korrektem“ Blödsinn verbreiten. Wir verkaufen sie
ihnen durch die katholische Kirche [Anm.d.R.: anstelle von katholisch kann man
in Deutschland einfach „kirchlich sagen], die auf der Basis ihrer Bigotterie,
ihres Gutmenschentums, ihres Selbstbemitleidung eine ganze Industrie aufgebaut
hat. Denn es sind die katholischen Vereine, die die stattlichen Hilfen für
Immigranten verwalten. Denn es sind die katholischen Vereine, die sich der
Abschiebung von Leuten widersetzen, die mit Sprengstoffen oder Drogen in der
Tasche erwischt wurden und ausgewiesen werden sollen. Denn es sind die
katholischen Vereine, die den Immigranten politisches Asyl verschaffen. Eine
neue Methode der Invasion (Frage: Gewährte man früher nicht politisches Asyl
nur an politisch Verfolgte?). Wir verkaufen sie ihnen durch unsere
Professörchen der akademischen Welt, den Historikern oder vermeintlichen
Historikern, den Philosophen oder vermeintlichen Philosophen, den Gelehrten
oder vermeintlichen Gelehrten, die seit dreissig Jahren unsere Kultur
herabsetzen, nur um die Überlegenheit des Islam zu zeigen. Aber vor allem
verkaufen wir sie ihnen durch unsere Krämer des Finanzclubs, der sich heute „Europäische
Union“ nennt und der früher EWG hiess. Denn, zusammen
mit dem Tausch von menschlicher Ware und Erdöl, “du gibst mir Erdöl und ich nehme
arabische Immigranten auf“, leistet die Resolution von Strassburg einer
weiteren Forderung Vorschub, erinnerst du dich? Die Forderung, „den Beitrag der
arabischen Kultur zur Entwicklung Europas ins rechte Licht zu setzen“. Und
zusammen mit Rechten, die den „Rechten der Staatsbürger“ entsprechen müssen,
legte die Kairoer Konferenz eine weitere Forderung fest: erinnerst du dich? Zu
den Rechten der muslimischen Immigranten müsse es gehören, „die eigene Kultur
zu verbreiten“. Die zwei Punkte, welche di Islamisierung Europas voranbringen
sollten, sie Umwandlung Europa in „Eurabia“. Und um das zu realisieren, haben
sich die Krämer der EWG nicht nur an die Journalisten, die Filmproduzrenten,
die Verleger, die aufgeblasenen und
publizitätssüchtigen Richter und Staatsanwälte usw. gewandt, sondern, wie ich
sagte, auch an die Professörchen der akademischen Welt. Diese wurden aus ihrem
Schattendasein herausgeholt, aus dem Dasein, das ihre Verfügbarkeit garantiert
hatte, und mit diesen begannen sie den zweiten Teil ihrer Verschwörung in die
Tat umzusetzen.
Unter der Schirmherrschaft der EWG und des
Generalsekretärs der Arabischen Liga, wurde am 28 März 1977 in der Ca‘ Foscari
in Venedig das erste „Seminar über die Mittel und Formen der Zusammenarbeit zur
Verbreitung der Arabischen Sprache und der Arabischen Literatur“ eröffnet. Und
die Organisatoren waren nicht nur das Orientinstitut in Rom und die Fakultät
„Fremdsprachen“ der Universität Venedig. Zu den Organisatoren gehörte auch das
Institut für arabische und islamische Studien des Vatikan. Anwesend waren Teilnehmer aus zehn arabischen Staaten
(Ägypten, Algerien, Tunesien, Libyen, Saudi Arabien, Jordanien, Syrien, Irak,
Jemen, Sudan) und aus acht europäischen Ländern (Italia, Frankreich, Belgien,
Niederlande, England, Deutschland, Dänemark, und Griechenland, das damals noch
nicht zur EWG gehörte). Er dauerte drei Tage dieser Schulterschluss. Er schloss
am 30. März mit der Verabschiedung einer Resolution, die einstimmig „die
Verbreitung der arabischen Sprache und Kultur in Europa“ verlangte, und seitdem
sind die Professörchen nicht mehr zu halten. Um die Überlegenheit des Islam zu zeigen,
machten sie nichts anderes als die die Geschichte umzuschreiben, so wie in den
Romanen „Wir“ von Samjatin und „1984“ von Orwell. Umschreiben, verfälschen,
streichen. Denk daran: Im April 1983 eröffnete der damalige deutsche
Aussenminister Hans-Dietrich Genscher im Rahmen des Dialogs Europa-Arabien in
Hamburg ein Symposium, wobei er für mindestens eine Stunde die Grösse, die
Barmherzigkeit, die Milde, den unvergleichlichen wissenschaftlichen und
humanistischen Reichtum der islamischen Kultur pries. Er nannte diese Kultur
einen „Leuchtturm“ der Menschheit, ein Licht, das für Jahrhunderte Europa
erleuchtet und Europa aus der Barbarei
herausgeholfen hat……“ Bei diesem Symposium, baten fast alle untertänigst um Verzeihung für den
Kolonialismus, den die undankbaren Europäer dem „Leuchtturm der Menschheit“
angedeihen liessen. Fast alle drückten ihre Abscheu gegenüber allen diejenigen
aus, die immer noch Vorurteile oder Vorbehalte gegenüber dem Islam hegen. Jenes
Symposium, bei dem unsere Kultur auf eine Weise in den Dreck gezogen wurde,
dass die arabischen Vertreter sogar wagten, von den islamischen Ursprüngen des
Judentums und des Christentums zu sprechen. Mit anderen Worten, Abraham nicht
als Patriarch Israels, sondern als „Prophet Allahs“ hinzustellen und Jesus
Christus als einen gescheiterten Vorgänger Mohammeds. Und zwar ohne dass jemand
von den Anwesenden Einspruch erhob oder auch nur stotterte: „Seid ihr alle
verrückt geworden?“.
Oh, im
Rahmen dieses Symposiums wurde auch von den Immigranten gesprochen: verstehen
wir uns richtig. Nicht zufälligerweise wurde aus dem Wort „vergleichbar“, das
Wort „gleich“ und genau bei dieser Gelegenheit begann man von den Rechten der
Moslems (nicht der Buddhisten, oder Hindus, oder Konfuzianer, oder Griechisch-Orthodoxen)
zu sprechen, die denen der Einheimischen gleichen müssten. Genau bei dieser
Gelegenheit fing man an zu fordern, dass für die Immigranten Zeitungen in arabischer
Sprache gedruckt und arabische Radio- und Fernsehsendungen ausgestrahlt werden
müssten. Genau bei dieser Gelegenheit fing man auch an, Massnahmen zu fordern, die
„ihre Anwesenheit in den Gewerkschaften, in den Rathäusern, in den
Universitäten verstärken, sowie zu ihrer Integration ins politische Leben des
Gastlandes (lies „Wahlrecht“). Und von jenem Tage an wurden die Tagungen,
Kongresse, Gespräche, Seminare und Symposien zu einer orgiastischen
Verherrlichung der islamischen Zivilisation und zu einer Herabsetzung, wenn
nicht sogar zu einer Verurteilung der westlichen Zivilisation.
Jawohl,
orgiastisch. Von diesen Kongressen und Tagungen und Gesprächen und Seminaren
und Symposien habe ich mir die vollständigen Texte besorgt und habe sie
studiert. Glaubt mir, in jedem von ihnen ist die Verherrlichung so einstimmig,
so dass ich glaubte „Allahs Sonne über dem Abendland“ zu lesen, das Buch, in
welchem die deutsche Orientalistin Sigrid Hunke die absolute Überlegenheit des
Islam verkündet und behauptet, der Einfluss der Araber auf den Westen sei der
erste Schritt gewesen um Europa von Christentum zu befreien. (Nach ihrer
Meinung eine unserer Mentalität völlig fremde und entgegengesetzte Religion).
Das Schlimmste an der Frau Hunke ist und war, dass sie eine richtig
verschissene Nazistin war. Gebildet und intelligent, so viel du willst, aber
eine verschissene Nazistin. Das war sie schon 1935, als sie gerade
zweiundzwanzig war und eine Diplomarbeit geschrieben hatte, in welcher sie sagte,
dass die Reinigung der Rasse die vordringendste Aufgabe sei. Mit anderen Worten:
die Juden seien auf Schnellste zu eliminieren. Sie war es auch 1937 als sie,
treue Erbin von Ludwig Ferdinand Clauss, dem wichtigsten nationalsozialistischen
Historiker, in ihrer Doktorarbeit Adolf Hitler als „das grösste Vorbild“,
bezeichnete, „das die Geschichte Deutschland je geschenkt habe“. Und sie war es
mehr denn je am Anfang der 40er Jahre, als sie mit ihrer Schwester dem „Germanischen
Wissenschaftseinsatz“ beitrat, dem germanisch-wissenschaftlichen Dienst der SS.
Ein von Himmler geschaffener und geleiteter Organismus zur Germanisierung Nordeuropas.
Sie war es ebenso als in den gleichen Jahren die palästinensischen und anderen
Araber mit Hitler eine Allianz eingingen und als der Onkel Arafats, der
Grossmufti von Jerusalem, die Parade der islamischen SS-Einheiten abnahm. Sie
war es auch noch in den unmittelbar dem Weltkrieg folgenden Jahren, als viele
Nazis in Nürnberg abgeurteilt, gehenkt oder zu langjährigen Haftstrafen
verurteilt wurden. Sie überstand das alles ohne einen einzigen Kratzer
davonzutragen. Und sie war es auch noch 1960 als sie das Buch „Die Sonne Allahs
über dem Westen“ schrieb, ein Buch, in welchem sie, mit dem Ziel Europa seine
jüdisch-christlichen Wurzeln auszureissen, sämtliche Thesen des Dritten Reiches
entstaubte, eingeschlossen jene von der Nützlichkeit, sich mit den Arabern zu
verbinden um den britannischen Imperialismus zu bekämpfen. (Damals nannte sich
der „Antiamerikanismus“ „Antibritannismus“). Schliesslich war sie es auch noch
1967 als die deutsche Regierung unter Kurt Georg Kiesinger sie auf eine Tour in
die arabischen Länder schickte, um Vorträge in Aleppo, Algier, Tunis, Tripolis
und Kairo zu halten, wo sie der höchste Gerichtshof für islamisches Recht zum
Ehrenmitglied ernannte. Und natürlich war sie es noch 1990, neun Jahre vor
ihrem Tod, als sie für einen islamischen Verlag ihr letztes Buch „Allah ist
ganz anders“ schrieb.
Nachdem
ich das gesagt habe, lasst mich noch etwas über die Tagung berichten, welche, zusammen mit dem
Europarat, aber auf Anregung der Fundación
Occidental de la Cultura Islamica, der langen Hand des Europa-Arabien-Dialogs
in Madrid, im Mai 1991 die Parlamentarische Versammlung der Europaischen Union
in Paris abhielt unter dem Titel „Der Beitrag der islamischen Kultur zur
europäischen Kultur“. Eine Tagung, an der keine arabischen Vertreter teilnahmen,
ausgenommen zwei Amerikaner mit koranischen Familiennamen. Alle Teilnehmer
waren Europäer: Spanier, Franzosen, Belgier, Deutsche, Italiener, Schweizer,
Skandinavier.
Ich wähle das aus folgendem
Grund. Denn als ich den Tagungsband anschaute, hundertfünfundachtzig eng
beschriebene Seiten, verwandelte sich meine Empörung in Bestürzung. Und zwar
weil alle sich an der Verherrlichung des Islam beteiligten indem sie die
hitlerischen Thesen der Sigrid Hunke wieder aufnahmen (ich hoffe, ohne es zu
merken). Alle bezogen sich auf “Allahs Sonne über dem Abendland” oder auf “Allah ist ganz anders”. Und
die Einstimmigkeit, oder besser, der Gleichschritt,
mit welchem diese unwissenden Jünger der Sigrid Hunke den Islam begrüssten, war
derartig, dass ich meinte, nicht die Stimmen von Wissenschaftlern zu hören,
sondern die Wehrmacht auf dem Alexanderplatz paradieren zu sehen. Im
Stechschritt natürlich. Immer tapfer, nach ihrer Meinung, diese Muselmänner, immer
die Ersten der Klasse, immer genial: in Philosophie, in Mathematik, in der
Kochkunst, in Literatur, in Architektur, in Medizin, in Musik, in Jura, in
Wasserbau.
Und wir Westler immer die gleichen
Idioten, immer unangepasst, immer dumm. Oder immer zurückgeblieben. Folglich
immer genötigt, irgend einem Sohn Allahs zu danken, der uns vorausgeeilt ist, uns
erleuchtet und gebildet hat, einem Lehrer, der es mit einen richtigen Dummkopf
von Schüler zu tun hat.
Aus: “ Kraft der Vernunft” - Kapitel 7
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