Heute
Morgen habe ich den berühmten Aufsatz von Benedetto Croce wiedergelesen, den er
1942 veröffentlicht hat: „Warum wir nicht unser Christentum verleugnen können“
(Ja, jenen, in dem er, zur Schande der Professörchen, die den islamischen
Leuchtturm über alle Massen loben, festhält: „Das lange Zeitalter des Ruhmes,
das Mittelalter genannt wurde, vervollständigte die Christianisierung der
Barbaren und beseelte die Abwehr des für die europäische Kultur so bedrohlichen
Islam“). Und es sind zwei Dinge, die mich an jenem Aufsatz im Innersten bewegt
haben: Das lapidare Urteil mit welchem er das hervorhebt, was ich die
Revolution der Seele nenne, und die Kraft mit welcher er die These vertritt,
dass alle nachfolgenden Revolutionen Abkömmlinge von ihr seien. „Das
Christentum ist die grösste Revolution gewesen, welche die Menschheit je
vollbracht hat. Keine andere ist ihr gleich. Im Vergleich zu ihr erscheinen
alle anderen begrenzt“. Im Übrigen braucht man nicht Croce um sich davon zu
überzeugen, dass es ohne das Christentum keine Renaissance gegeben hätte, keine
Aufklärung und nicht einmal die Französische Revolution, die trotz ihrer
Gräueltaten au der Achtung des Menschen entstanden ist und die uns in diesem
Sinn etwas Positives hinterlassen und angespornt hat. Und es hätte nicht einmal
den Sozialismus oder das sozialistische Experiment gegeben. Dieses Experiment
ist katastrophal gescheitert, aber, wie die Französische Revolution, hat es uns
etwas Positives hinterlassen bzw. hat es uns angespornt. Und nicht zuletzt gäbe
es den Liberalismus nicht. Jenen Liberalismus, ohne den eine zivile
Gesellschaft nicht denkbar ist, und den heute jedermann anerkennt oder vorgibt
anzuerkennen (mit Worten sogar die Ex-Kommunisten und die Neo-Kommunisten).
Meiner Meinung nach, würde es nicht einmal den Feminismus geben. Entkleidet
seiner schönen Legenden über Wunder und leibliche Auferstehung, entledigt
seines katholischen Überbaues, befreit von seinem doktrinären Kern, d.h.
zurückgeführt auf die geniale Idee des herrlichen Nazareners, ist das
Christentum wirklich eine unwiderstehliche Herausforderung, eine aufsehenerregende Wette, die der Mensch mit sich selbst eingegangen ist.
Und damit
sind wir bei der Schuld einer katholischen Kirche, die indem sie die Dreifache
Allianz anführt, den Islam bevorzugt und begünstigt, die sich schon ergeben hat
und die somit in erster Linie für die Katastrophe verantwortlich ist, die wir
gegenwärtig erleben.
Der Islam, bevor er in unseren
Ländern einfällt und unsere Kultur zerstört, bevor er unsere Identität
vernichtet, zielt er darauf ab, diese unwiderstehliche Herausforderung, diese aufsehenerregende Wette zu eliminieren. Und weisst du auf welche
Weise? Mittels eine ideologischen Raubüberfalls. Das heisst, indem er uns unser
Christentum raubt, es sich einverleibt, es in im Gewand eines degenerierten
Sprösslings vorstellt, indem er Jesus Christus als einen „Prophet Allahs“
bezeichnet. Übrigens als einen Propheten zweiter Klasse. So weit unter Mohammed
stehend, so dass dieser, fast sechshundert Jahre später, von vorn anfangen
musste, und gezwungen war, nach einem
Gespräch mit dem Erzengel Gabriel, den Koran zu schreiben. Um ihn uns unseren
Jesus von Nazareth noch besser stehlen zu können, bestreiten die muslimischen
Theologen sogar seine Kreuzigung. Sie stellen ihn in ihr Pardies (Djanna), wo
er isst wie Trimalchio, trinkt wie ein Säufer und fickt wie eine Besessener.
Dann sagen sie: der Ärmste, er predigte das Wort Allahs, soweit er es verstand,
seine ruchlosen Jünger nannten das dann Christentum, was in Wirklichkeit schon
der Islam war, sie verdrehten alles, was er gesagt hatte und ….. Sie wollen auch den Judaismus rauben. Denn sie
behaupten, dass Abraham, der Stammvater Israels, der erste Prophet Allahs
gewesen sei. Und aus Moses wird ein Betrüger, der das Rote Meer in Gummiboten
der albanischen Mafia überquert hat. Ein Scharlatan, der ins verheissene Land
geht, um den Arafat zu betrügen, seinen Rivalen in Sachen Liebe oder was weiss
ich. Das Judentum verteidigt sich jedoch mit Händen und Füssen gegen solche
Absichten. Die katholische Kirche nicht. Oh, die katholische Kirche weiss sehr
gut, dass für die Moslems Christus an einer Erkältung gestorben ist und dass er
sich im Paradies mit den Urì vergnügt. Sie weiss sehr gut, dass deren Theologen
schon immer diesen ideologischen Raub begangen haben, und dass sie das
Christentum immer als eine Fehlgeburt des Islam betrachten. Sie weiss bestens, dass der islamische
Imperialismus immer die Absicht hatte, den Westen zu unterwerfen, weil der
Westen der erste und wirkliche Vermittler des christlichen Gedankengutes
gewesen ist. Sie weiss bestens, dass der islamische Kolonialismus schon immer
von der Unterwerfung Europas geträumt hat, weil Europa, ausser dass es reich
und entwickelt und viel Wasser besitzt, die Wiege des Christentums ist. (Eines Christentums, das zwar verändert sein
mag so viel du willst, verbogen so viel du willst, verraten so viel du willst,
dass aber immer noch Christentum ist). Sie weiss bestens, dass ohne das Kreuz
die Franken Karl Martells die Mauren nie bei Poitier besiegt hätten. Dass ohne
das Kreuz die Spanier unter Ferdinand von Aragon und Isabella von Kastilien nie
Andalusien wiedererobert hätten, dass die Normannen nie Sizilien befreit
hätten, der Zar Iwan der Grosse nie den zwei Jahrhunderten mongolischer
Dominanz in Russland ein Ende gesetzt hätte. Sie weiss bestens, dass ohne das
Kreuz nie die Belagerung Wiens aufgehoben worden wäre und nie die
fünfhunderttausend Ottomanen Kara Mustafas zurückgeschlagen worden wären. (Eure
Heiligkeit [gemeint ist Papst Johannes Paul II Wojtyła], 1683
waren unter den Verteidigen Wiens auch die Polen: erinnern Sie sich? Sie kamen
aus Warschau unter der Führung Jan Sobieskis. Und erinnern Sie sich, was
Sobieski vor der Schlacht rief? Er rief: „ Soldaten, es ist nicht allein Wien, das
wir retten müssen! Es ist das Christentum, den Geist der Christenheit“. Und
erinnern Sie sich, was er während der Schlacht rief? Er rief: „Soldaten
schlagen wir uns für die Madonna von Częstochowa!“. Diese Schwarze Madonna,
welche Sie so sehr verehren). In anderen Worten, die katholische Kirche weiss
sehr gut, dass es ohne das Kreuz unsere Kultur nicht gäbe. Und sie weiss auch,
dass eine der Wurzeln, aus der dieser Kultur entstand, die griechisch-römische
Kultur war, die uns nicht durch einen Avicenna oder Averroes übermittelt wurde,
wie uns der Euro-Arabische Dialog weismachen will. Sie wurde uns vom Heiligen
Augustinus übermittelt, der die griechisch-römischen Kultur in die christliche
Theologie überführte und zwar gut sieben Jahrhunderte vor Avicenna und
Averroes. Schliesslich weiss sie sehr gut, dass ohne die unwiderstehliche
Herausforderung, die aufsehenerregende Wette, wir heute eine Sprache
sprechen wurden, die das Wort „Freiheit“ nicht einmal kennt. Wir wurden in
einer Welt dahinleben, die, weit entfern davon den Tod von sich zu weisen, im
Tod ein besonderes Privileg sieht.
Aus: “ Kraft der Vernunft” - Kapitel 9
Nessun commento:
Posta un commento